Ein Access Log (Zugriffsprotokoll) ist die Datei, in der ein Webserver jede Anfrage einträgt, die er verarbeitet hat. Pro Anfrage entsteht eine Zeile mit Zeitpunkt, angefragter URL, Statuscode und Angaben zum Client.
Was steht in einem Eintrag?
Die genauen Felder legt der Betreiber über die Log-Konfiguration fest. Im verbreiteten Combined Log Format enthält eine Zeile laut Apache- und nginx-Dokumentation die IP-Adresse des Clients, den Zeitstempel, die Anfragezeile (Methode, Pfad, Protokoll), den HTTP-Statuscode, die gesendete Datenmenge in Bytes, den Referer und den User-Agent.
Warum ist das für SEO relevant?
Der Access Log zeigt, was auf dem Server tatsächlich passiert ist. Über den User-Agent lassen sich Zugriffe von Suchmaschinen- und KI-Bots erkennen. Daraus ergibt sich, welche URLs ein Bot abgerufen hat und mit welchem Statuscode der Server geantwortet hat. Diese Auswertung ist die Grundlage der Logfile-Analyse. Weil User-Agents sich fälschen lassen, sollten Bots bei Bedarf zusätzlich verifiziert werden.
IP-Adressen können personenbezogene Daten sein (EuGH, Urteil vom 19.10.2016, C-582/14, Breyer).
Keine Rechtsberatung.
Beispiel
66.249.66.1 - - [10/Oct/2026:13:55:36 +0000] "GET /produkte/ HTTP/1.1" 200 2326 "-" "Mozilla/5.0 (compatible; Googlebot/2.1; +http://www.google.com/bot.html)"
Das Beispiel ist erfunden. Es zeigt einen Abruf von /produkte/, den der Server mit Status 200 beantwortet hat.
Quellen
- Log Files – Apache HTTP Server 2.4httpd.apache.org
- Module ngx_http_log_module – nginxnginx.org
- EuGH, Urteil vom 19.10.2016, C-582/14 (Breyer) – EUR-Lexeur-lex.europa.eu
Stand: