Die HTML-Validierung, oft W3C-Validierung genannt, prüft, ob das Markup einer Seite den Regeln der HTML-Spezifikation entspricht. Ein Validator meldet Verstöße wie nicht geschlossene Elemente, falsch verschachtelte Tags oder unzulässige Attribute.
Wie funktioniert die Validierung?
Das W3C betreibt den Markup Validation Service, dessen aktuelle Grundlage der Nu Html Checker (vnu) ist. Er prüft HTML, CSS und SVG, lässt sich als Webdienst nutzen und als Kommandozeilenprogramm einsetzen. Per Kommandozeile lassen sich Dateien, Verzeichnisse oder URLs prüfen.
Das W3C nennt als Gründe für die Validierung unter anderem, dass sie bei der Fehlersuche hilft, Seiten zukunftssicher hält und Code wartbarer macht. Dieselbe Seite weist auf die Grenzen hin. Valides Markup garantiert weder Barrierefreiheit noch korrekte Darstellung in allen Browsern.
Welche Rolle spielt Validierung für SEO?
Die technischen Mindestanforderungen von Google nennen valides HTML nicht. Sie verlangen, dass Googlebot die Seite abrufen darf, der Server Status 200 liefert und die Seite indexierbaren Inhalt enthält. Eine Ausnahme beschreibt die Dokumentation zu den unterstützten Meta-Tags. Der <head> soll gültiges HTML enthalten, damit Angaben wie robots oder viewport zuverlässig gelesen werden.
Beispiel
Ein Validator beanstandet an diesem Ausschnitt unter anderem zwei Stellen:
<head>
<title>Beispiel</title>
<title>Doppelt</title>
</head>
<body>
<p>Text <b>fett <i>kursiv</b></i>
</body>
Der Kopf enthält zwei <title>-Elemente, obwohl genau eines erlaubt ist, und die Tags <b> und <i> überlappen sich.
Häufige Fehler
- Validator-Treffer ohne Einordnung abarbeiten. Warnungen, die weder Darstellung noch Auswertung stören, brauchen nicht jede eine Korrektur.
- Nur die Startseite prüfen. Templates für Kategorie-, Produkt- und Artikelseiten verhalten sich je nach CMS anders.
- Validität mit Barrierefreiheit gleichsetzen. Das W3C weist selbst darauf hin, dass valides Markup keine Barrierefreiheit garantiert.
Häufige Fragen
Lässt sich der Validator selbst betreiben?
Ja. Der Quellcode des Nu Html Checkers liegt auf GitHub, und es gibt ihn als vnu.jar, Docker-Image und npm-Paket.
Welche Dokumente lassen sich prüfen? HTML, CSS und SVG.
Quellen
- Why validate? – W3C Markup Validation Servicevalidator.w3.org
- Nu Html Checker (vnu) – Projektseitevalidator.github.io
- Von Google unterstützte Meta-Tags und Attribute – Google Search Centraldevelopers.google.com
- Technische Anforderungen – Google Search Centraldevelopers.google.com
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