Index Bloat beschreibt eine Website, von der Google deutlich mehr URLs indexiert hat, als für Suchende nützlich sind. Meist stecken Duplikate, Parameter-URLs oder dünne Seiten dahinter. Der Begriff ist SEO-Fachsprache und kommt in Googles Dokumentation nicht vor.
Ursachen und Erkennung
Typische Quellen sind Filter- und Sortier-URLs, Session-IDs, interne Suchergebnisse und Tag-Seiten. Auffällig wird es, wenn der Seitenindexierungsbericht in der Search Console erheblich mehr indexierte URLs zeigt, als die Sitemap enthält.
Auswirkungen
Google beschreibt Crawl Budget als relevant für sehr große Websites ab etwa 1 Million Seiten oder ab 10.000 Seiten mit täglich wechselnden Inhalten. Bei kleineren Websites wirkt sich ein aufgeblähter Index seltener aufs Crawling aus. Doppelte URLs verteilen zudem Signale auf mehrere Adressen.
Gegenmaßnahmen laut Google
- Doppelte Inhalte zusammenführen
- Soft-404-Fehler beheben
- Dauerhaft entfernte Seiten mit 404 oder 410 beantworten
- Crawling unerwünschter Bereiche über die robots.txt begrenzen. Gesperrte URLs können trotzdem im Index auftauchen, wenn sie verlinkt sind.
Beispiel (konstruiert)
Ein Shop reicht 20.000 Produkt-URLs per Sitemap ein. Der Seitenindexierungsbericht zählt 180.000 indexierte URLs. Der Überschuss besteht aus Filter- und Sortierkombinationen.
Quellen
- Crawl Budget Management for Large Sites – Google Search Centraldevelopers.google.com
- Intro to robots.txt – Google Search Centraldevelopers.google.com
- Bericht zur Seitenindexierung – Search Console-Hilfesupport.google.com
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