Ein Schwellenwert ist im Monitoring die Grenze, ab der ein Alert ausgelöst wird. Überschreitet oder unterschreitet eine gemessene Größe diesen Wert, wird eine Benachrichtigung verschickt.
Wie wirken Schwellenwerte?
Ein Monitoring vergleicht gemessene Werte mit einer festen Grenze. Datadog beschreibt das als Vergleich eines Durchschnitts, Minimums, Maximums oder einer Summe über einen Zeitraum mit einem statischen Schwellenwert. Der Alert greift, wenn der Wert darüber oder darunter liegt (je nach Regel auch bei Gleichheit). Der Bewertungszeitraum ist einstellbar, bei Datadog standardmäßig 5 Minuten.
Prometheus bietet zusätzlich eine Mindestdauer. Mit dem Feld for bleibt ein Alert zunächst im Zustand pending und löst erst aus, wenn die Bedingung über die gesamte Dauer erfüllt war. Kurzzeitige Ausreißer führen so nicht zu einer Meldung.
Absolute und relative Schwellen
Eine absolute Schwelle nennt einen festen Wert, zum Beispiel „mehr als 50 Seiten mit Statuscode 5xx“. Eine relative Schwelle misst die Veränderung zum letzten Stand, etwa „mehr als 20 % weniger indexierbare URLs als beim letzten Crawl“. Relative Schwellen passen sich Größe und Verlauf einer Website an. Absolute Werte sind einfacher zu erklären (Einschätzung).
Beispiel
Eine Regel lautet: „Alert, wenn der Anteil der URLs mit Statuscode 5xx im letzten Crawl über 2 % liegt.“ Beim ersten Crawl sind es 0,3 %, es passiert nichts. Nach einem fehlerhaften Release sind es 4 %, die Regel löst aus und eine Meldung geht an das Team. Zahlen und Regel sind erfunden.
Häufige Fehler
- Zu niedrige Schwellen erzeugen viele Meldungen, die irgendwann niemand mehr liest (Einschätzung).
- Zu hohe Schwellen melden Probleme erst, wenn der Schaden groß ist.
- Eine einzige Schwelle gilt für alle Seitentypen, obwohl Produktseiten und Blog unterschiedlich schwanken.
Quellen
- Metric Monitors – Datadog Docsdocs.datadoghq.com
- Alerting rules – Prometheus Docsprometheus.io
Stand: