Das Text-zu-Code-Verhältnis (auch Text-zu-HTML-Verhältnis) gibt an, welcher Anteil des HTML-Dokuments einer Seite sichtbarer Text ist. Viele SEO-Tools berechnen es als Prozentwert und melden niedrige Werte als Warnung.
Einordnung
Laut Berichten sagte John Mueller von Google 2018 in einem Webmaster-Hangout, das Verhältnis sei kein Ranking-Faktor. Einen Grenzwert, ab dem eine Seite besser oder schlechter bewertet wird, nennt Google nicht. Auch die Tool-Seiten in den Suchergebnissen nennen dafür keinen Beleg.
Indirekt kann die Kennzahl etwas anzeigen. Ein sehr kleiner Textanteil kann auf viel Code, eingebettete Skripte oder Inline-Styles hindeuten, die die Seite größer und langsamer machen. Dann sind Ladezeit und Seitengröße die eigentlichen Themen.
Berechnung und Beispiel
Textanteil = Textgröße ÷ HTML-Größe × 100
Eine Seite mit 80 KB HTML und 8 KB sichtbarem Text kommt auf 10 %. Der Wert allein sagt nichts über die Qualität des Textes. Eine knappe Kontaktseite mit sauberem HTML schneidet ebenso schlecht ab wie ein Artikel mit aufgeblähtem Markup.
Häufige Fragen
Was bedeutet ein niedriges Text-zu-HTML-Verhältnis? Der Textanteil ist im Vergleich zum Code klein. Ob das ein Problem ist, zeigt erst ein Blick auf Seitengröße und Ladezeit.
Wie lässt sich das Verhältnis prüfen? Mit kostenlosen Checkern, die eine URL entgegennehmen, oder per Rechnung aus HTML-Größe und Textlänge.
Quellen
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