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Der Vary-Header ist ein HTTP-Response-Header, der angibt, welche Request-Header den Inhalt der Antwort beeinflusst haben. Caches speichern die Antwort deshalb getrennt je Wert dieser Header.

Wie funktioniert der Vary-Header?

Ohne Vary-Header identifiziert ein Cache eine Antwort allein über die URL. Mit Vary: Accept-Encoding legt er für unterschiedlich komprimierte Varianten derselben URL getrennte Einträge an. Mehrere Header werden per Komma aufgeführt. Vary: * bedeutet laut MDN, dass auch andere Faktoren als Request-Header die Antwort bestimmt haben, die Antwort gilt als nicht cachebar.

Der Wert sollte für eine URL in allen Antworten gleich sein, auch in 304-Antworten.

Was bedeutet das für SEO?

Bei dynamischem Serving liefert ein Server unter derselben URL je nach Gerät anderes HTML. Google beschreibt, dass diese Konfiguration auf User-Agent-Erkennung und den Header Vary: user-agent beruht. Auch bei separaten mobilen URLs soll der Vary-Header beim Umleiten auf die passende Version helfen.

Mobile Konfigurationen im Vergleich
KonfigurationURLHTMLTechnische SignaleEinordnung durch Google
Responsive Designdieselbe URL für alle Gerätedasselbe HTML; die Darstellung passt sich der Bildschirmgröße ankeine zusätzlichen; Inhalt und Metadaten sind auf Mobil- und Desktopversion gleichempfohlen, weil am einfachsten umzusetzen und zu pflegen
Dynamic Servingdieselbe URL für alle Geräteje Gerät anderes HTML, ausgewählt per User-Agent-ErkennungAntwortheader Vary: user-agentunterstützt; Mobilversion braucht dieselben Inhalte wie die Desktopversion
Separate mobile URLseigene URL je Gerät, z. B. m.example.comje Gerät anderes HTMLMobilseite: rel="canonical" auf die Desktop-URL; Desktopseite: rel="alternate" mit media auf die mobile URL; Weiterleitung per User-Agent und Varyunterstützt; die Desktop-URL ist immer die kanonische, hreflang je Version getrennt verknüpfen

Google indexiert und rankt mit der Mobilversion einer Seite, gecrawlt mit dem Smartphone-Crawler (Mobile-First-Indexierung). Für die Indexierung zählt nur der Inhalt der Mobilversion. Googles Best Practices zu Signalen und Inhaltsgleichheit gelten nur für Dynamic Serving und separate URLs; bei Responsive Design sind Inhalt und Metadaten ohnehin gleich. Quellen: Google Search Central: Mobile site and mobile-first indexing best practices (last updated 2025-12-10); MDN: Vary header. Stand: .

Beispiel

HTTP
HTTP/1.1 200 OK
Content-Type: text/html
Vary: Accept-Encoding, User-Agent

Häufige Fehler

  • Dynamisches Serving läuft ohne Vary: user-agent, obwohl die Google-Doku diese Konfiguration darauf stützt.
  • Vary listet Header wie Cookie oder User-Agent, deren Werte so stark streuen, dass der Cache kaum Treffer erzielt (laut einer Stichprobe im Fastly-Artikel von 2014 rund 8.000 verschiedene User-Agent-Strings bei 100.000 Requests).

Quellen

  1. Vary – MDN Web Docsdeveloper.mozilla.org
  2. Best Practices für Mobile-First-Indexierung – Google Search Centraldevelopers.google.com
  3. HTTP Vary Header: Best Practices – Fastly (ergänzend)fastly.com

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