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Weiterleitungen

302-Weiterleitung

Auch genannt: HTTP 302, 302 Found, 302 Redirect, temporäre Weiterleitung

Eine 302-Weiterleitung (Statuscode „302 Found“) teilt Browsern und Crawlern mit, dass eine URL vorübergehend unter einer anderen Adresse erreichbar ist. Die neue Adresse steht im Location-Header der Antwort. Für Suchmaschinen heißt das, dass die ursprüngliche URL die maßgebliche bleibt.

Auf einen Blick

Klasse
3xx (Umleitung)
Dauer
vorübergehend
In Google
kein Signal, dass das Ziel kanonisch ist; alte URL bleibt meist sichtbar
Anfragemethode
POST darf beim Folgen zu GET werden (bei 307 nicht)
Caching
nur mit ausdrücklichen Cache-Angaben

Stand:

Was bedeutet HTTP 302 für SEO?

Google ordnet 302, 303 und 307 als temporäre Weiterleitungen ein. Die ursprüngliche URL bleibt dann in den Suchergebnissen. Laut Googles Doku zu Weiterleitungen verwendet die Indexierungspipeline eine temporäre Weiterleitung nicht als Signal dafür, dass das Ziel kanonisch sein soll. Googles Seite zu HTTP-Statuscodes beschreibt sie dagegen als schwaches Signal dafür, dass das Ziel verarbeitet werden soll. Bei 301 und 308 ist das anders, dort gilt die Weiterleitung als starkes Signal für die neue URL.

Ziehen Inhalte dauerhaft um, etwa bei einem Relaunch oder einer Domainmigration, ist deshalb meist die 301 richtig. Die 302 passt zu Fällen, in denen die alte URL zurückkommt, zum Beispiel bei Wartungsarbeiten, saisonalen Aktionen oder einer länderabhängigen Startseite.

Neben dem HTTP-Statuscode gibt es weitere Formen. Einen Meta-Refresh mit Verzögerung wertet Google ebenfalls als temporäre Weiterleitung, einen sofortigen Meta-Refresh dagegen als dauerhafte.

Laut HTTP-Standard (RFC 9110) darf ein Browser bei einer 302 die Methode von POST auf GET ändern. Soll die Methode erhalten bleiben, ist 307 die passende Alternative.

Weiterleitungen im Vergleich
ArtDauerhaft oder temporär?AnfragemethodeWirkung in GoogleWie sicher erkennt Google sie?
301 Moved PermanentlydauerhaftPOST darf beim Folgen zu GET werdenSignal, dass das Ziel die kanonische URL werden sollam sichersten (serverseitig)
308 Permanent Redirectdauerhaftbleibt erhaltenwie 301am sichersten (serverseitig)
302 Found (dieser Begriff)temporärPOST darf beim Folgen zu GET werdenkein Signal für das Ziel; es kann über andere Signale trotzdem indexiert werdenam sichersten (serverseitig)
307 Temporary Redirecttemporärbleibt erhaltenwie 302am sichersten (serverseitig)
Meta-Refresh ohne Verzögerung (0 s)dauerhaft– (Weiterleitung im HTML, kein 3xx-Statuscode)wie 301nach den serverseitigen Weiterleitungen
Meta-Refresh mit Verzögerung (> 0 s)temporär– (Weiterleitung im HTML, kein 3xx-Statuscode)wie 302nach den serverseitigen Weiterleitungen
JavaScript (location)dauerhaft– (Weiterleitung im Browser)wie 301, aber nur, wenn Google die Seite rendertam unsichersten: schlägt das Rendering fehl, sieht Google sie nie

Google sortiert die Arten danach, wie sicher es sie richtig deutet: serverseitige Weiterleitungen zuerst, JavaScript zuletzt. Die Angaben zur Anfragemethode stammen aus RFC 9110 (Abschnitt 15.4). Quellen: Google Search Central: Redirects and Google Search (last updated 2026-04-14); Google Search Central: How to specify a canonical URL (redirects as canonical signal); RFC 9110: HTTP Semantics, 15.4 Redirection 3xx. Stand: .

Beispiel

HTTP
GET /angebot HTTP/1.1
Host: www.example.com

HTTP/1.1 302 Found
Location: https://www.example.com/angebot-herbst
Ablauf einer Weiterleitung mit Status 302Der Browser fragt /alt an. Der Server antwortet mit 302 Found und dem Header Location: /neu. Der Browser stellt daraufhin eine neue Anfrage an /neu und erhält 200 OK. Darunter ein Raster: 301 und 308 sind dauerhaft, 302 und 307 vorübergehend. Bei 301 und 302 darf ein POST beim Folgen zu GET werden, bei 307 und 308 bleibt die Methode gleich.Browser (Client)ServerGET /alt302 FoundLocation: /neuGET /neuneue Anfrage an die Location200 OKDAUERHAFTVORÜBERGEHENDPOST darf beim Folgenzu GET werden (historisch)Methode und Inhaltbleiben gleich301Moved Permanently302Found308Permanent Redirect307Temporary RedirectSchematisch, Header gekürzt. Bei GET-Anfragen bleibt die Methode bei allen vier Codes GET.
Der Server nennt das neue Ziel im Location-Header, der Browser fragt es mit einer zweiten Anfrage ab. 301 und 308 gelten als dauerhaft, 302 und 307 als vorübergehend. Nur bei 301 und 302 darf ein POST beim Folgen zu GET werden. Quellen: RFC 9110: HTTP Semantics, Abschnitt 15.4 (Redirection 3xx); MDN: Umleitungen in HTTP.

Häufige Fehler

  • 302 statt 301 beim Relaunch: Alte URLs bleiben im Index, die neuen werden nicht als kanonisch übernommen.
  • 302 statt 404: Ein Apache-ErrorDocument mit vollständiger URL (http://…) liefert laut Apache-Doku eine Weiterleitung statt des Fehlercodes. Ein relativer Pfad behebt das.
  • Weiterleitungsketten: Jede zusätzliche Weiterleitung kostet Browser und Crawler eine weitere Anfrage.

Häufige Fragen

Was bedeutet der Fehlercode 302? 302 gehört zur Klasse 3xx, den Umleitungen. Fehlercodes stehen in den Klassen 4xx und 5xx. Erscheint eine 302 unerwartet, steckt oft eine Login-Umleitung, ein Plugin oder eine Serverregel dahinter.

Wie prüfe ich, ob eine URL mit 302 antwortet? Im Terminal zeigt curl -I https://www.example.com/angebot Statuscode und Location-Header. In den Entwicklertools des Browsers steht der Code im Netzwerk-Tab. Ein Crawl der Website listet alle Weiterleitungen samt Typ und Ziel.

Was ist der Unterschied zwischen 302 und 307? Beide sind temporär. Bei 307 muss der Browser die ursprüngliche Methode beibehalten, ein POST bleibt also ein POST. Bei 302 darf er auf GET wechseln.

Quellen

  1. RFC 9110: HTTP Semantics, Abschnitt 15.4.3 – 302 Foundrfc-editor.org
  2. 302 Found – MDN Web Docsdeveloper.mozilla.org
  3. Weiterleitungen und die Google Suche – Google Search Centraldevelopers.google.com
  4. Apache HTTP Server, Direktive ErrorDocumenthttpd.apache.org
  5. So wirken sich HTTP-Statuscodes auf die Google-Crawler aus – Google Crawling-Doku (Stand 04.02.2026)developers.google.com

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