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Weiterleitungen

307-Weiterleitung

Auch genannt: 307 Temporary Redirect

Die 307-Weiterleitung (Temporary Redirect) ist ein HTTP-Statuscode für eine vorübergehende Umleitung. Der Client muss beim Folgen der Weiterleitung dieselbe Anfragemethode verwenden, etwa POST bleibt POST.

Auf einen Blick

Statuscode
307
Klasse
3xx (Umleitung)
Dauer
temporär
In Google
wie 302: schwaches Signal, dass das Ziel verarbeitet werden soll
Anfragemethode
bleibt erhalten (POST bleibt POST)

Stand:

Was bedeutet 307 für SEO?

Laut RFC 9110 liegt die Ressource nur zeitweise unter einer anderen URI. Der Statuscode ist deshalb für Umleitungen gedacht, die später wieder entfallen, zum Beispiel bei Wartungsarbeiten oder Tests.

Google behandelt 307 wie 302. Nach der Google-Doku ist ein 302 für Googles Systeme ein schwaches Signal, dass die Weiterleitungs-URL verarbeitet werden soll. Google weist selbst darauf hin, dass beide Codes semantisch verschieden sind, obwohl sie gleich behandelt werden.

Der Unterschied zu 302 liegt in der Methode. Ältere Clients änderten bei einem 302 die Anfragemethode in GET um, ein 307 schließt das aus. Bei reinen GET-Anfragen, wie sie Suchmaschinen stellen, verhalten sich beide gleich. Soll die Anfragemethode zu GET wechseln, sieht MDN den Code 303 vor.

Weiterleitungen im Vergleich
ArtDauerhaft oder temporär?AnfragemethodeWirkung in GoogleWie sicher erkennt Google sie?
301 Moved PermanentlydauerhaftPOST darf beim Folgen zu GET werdenSignal, dass das Ziel die kanonische URL werden sollam sichersten (serverseitig)
308 Permanent Redirectdauerhaftbleibt erhaltenwie 301am sichersten (serverseitig)
302 FoundtemporärPOST darf beim Folgen zu GET werdenkein Signal für das Ziel; es kann über andere Signale trotzdem indexiert werdenam sichersten (serverseitig)
307 Temporary Redirect (dieser Begriff)temporärbleibt erhaltenwie 302am sichersten (serverseitig)
Meta-Refresh ohne Verzögerung (0 s)dauerhaft– (Weiterleitung im HTML, kein 3xx-Statuscode)wie 301nach den serverseitigen Weiterleitungen
Meta-Refresh mit Verzögerung (> 0 s)temporär– (Weiterleitung im HTML, kein 3xx-Statuscode)wie 302nach den serverseitigen Weiterleitungen
JavaScript (location)dauerhaft– (Weiterleitung im Browser)wie 301, aber nur, wenn Google die Seite rendertam unsichersten: schlägt das Rendering fehl, sieht Google sie nie

Google sortiert die Arten danach, wie sicher es sie richtig deutet: serverseitige Weiterleitungen zuerst, JavaScript zuletzt. Die Angaben zur Anfragemethode stammen aus RFC 9110 (Abschnitt 15.4). Quellen: Google Search Central: Redirects and Google Search (last updated 2026-04-14); Google Search Central: How to specify a canonical URL (redirects as canonical signal); RFC 9110: HTTP Semantics, 15.4 Redirection 3xx. Stand: .

Ablauf einer Weiterleitung mit Status 307Der Browser fragt /alt an. Der Server antwortet mit 307 Temporary Redirect und dem Header Location: /neu. Der Browser stellt daraufhin eine neue Anfrage an /neu und erhält 200 OK. Darunter ein Raster: 301 und 308 sind dauerhaft, 302 und 307 vorübergehend. Bei 301 und 302 darf ein POST beim Folgen zu GET werden, bei 307 und 308 bleibt die Methode gleich.Browser (Client)ServerGET /alt307 Temporary RedirectLocation: /neuGET /neuneue Anfrage an die Location200 OKDAUERHAFTVORÜBERGEHENDPOST darf beim Folgenzu GET werden (historisch)Methode und Inhaltbleiben gleich301Moved Permanently302Found308Permanent Redirect307Temporary RedirectSchematisch, Header gekürzt. Bei GET-Anfragen bleibt die Methode bei allen vier Codes GET.
Der Server nennt das neue Ziel im Location-Header, der Browser fragt es mit einer zweiten Anfrage ab. 301 und 308 gelten als dauerhaft, 302 und 307 als vorübergehend. Nur bei 301 und 302 darf ein POST beim Folgen zu GET werden. Quellen: RFC 9110: HTTP Semantics, Abschnitt 15.4 (Redirection 3xx); MDN: Umleitungen in HTTP.

Beispiel

HTTP
HTTP/1.1 307 Temporary Redirect
Location: https://www.example.com/wartung/

Häufige Fehler

  • Eine temporäre Weiterleitung bleibt über Monate bestehen, obwohl die Verlagerung dauerhaft ist. Dafür eignet sich 301 oder 308.
  • Ein Wechsel von HTTP auf HTTPS oder von einer Domain auf eine andere läuft mit 307 statt mit einer permanenten Weiterleitung.

Quellen

  1. RFC 9110: HTTP Semantics, Abschnitt 15.4.8 (307 Temporary Redirect)rfc-editor.org
  2. 307 Temporary Redirect – MDN Web Docsdeveloper.mozilla.org
  3. Wie HTTP-Statuscodes sowie Netzwerk- und DNS-Fehler die Google Suche beeinflussen – Google Search Centraldevelopers.google.com

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