English

Bot-Management bezeichnet alle Maßnahmen, mit denen ein Website-Betreiber automatisierte Zugriffe erkennt, einordnet und steuert. Je nach Bot wird der Zugriff erlaubt, begrenzt oder blockiert. Eine herstellerneutrale Definition gibt es nicht, die Beschreibung fasst zusammen, wie Anbieter den Begriff verwenden.

Was gehört dazu?

Zuerst muss ein Bot erkannt und zugeordnet werden, etwa über User-Agent, IP-Adresse und Verhalten. Danach legen Regeln fest, was mit ihm geschieht. Typische Stellen dafür sind die robots.txt, eine Web Application Firewall (WAF) oder ein CDN mit eigener Bot-Erkennung. Anbieter wie Cloudflare ordnen KI-Bots zusätzlich nach ihrem Zweck ein: Suche, Agent oder Training.

CDN: Edge-Server vor dem UrsprungsserverNutzer und Googlebot fragen beim nächstgelegenen Edge-Server des CDN an. Dort sitzen WAF und Bot-Regeln, Edge-Funktionen, die die Antwort ändern können, und der Cache. Liegt eine Kopie im Cache, antwortet der Edge-Server direkt. Fehlt sie, holt er die Seite beim Ursprungsserver. Blockt die WAF einen Crawler, empfiehlt Google die Statuscodes 503 oder 429.NutzerGooglebotEdge-Server am nächsten StandortWAF und Bot-Regelnlassen durch oder blockenEdge-Funktionenändern die Antwort (Edge SEO)CacheKopie der Seite vorhanden?BlockUrsprungsserver(Origin)FehlschussCache-Treffer · Edge-Server antwortet direkt, der Origin wird nicht gefragt.Cache-Fehlschuss · Edge-Server holt die Seite beim Origin und speichert sie.Erster Abruf · Der Cache ist noch leer, der Origin liefert jede URL mindestens einmal.Block · Sperrt die WAF einen Crawler, empfiehlt Google 503 oder 429.
Google lässt bei Websites hinter einem CDN höhere Crawl-Raten zu. Beim ersten Abruf einer URL ist der Cache aber leer, dann liefert der Ursprungsserver selbst. Die Reihenfolge im Edge-Server ist vereinfacht und je nach Anbieter verschieden. Quellen: Google Search Central Blog: Crawling im Dezember – CDNs und Crawling (24.12.2024); MDN: CDN (Glossar); Cloudflare: Workers und HTMLRewriter (Beispiel für Edge-Funktionen).

Relevanz für SEO

Eine zu strenge Regel kann Suchmaschinen aussperren. Der User-Agent allein reicht zur Unterscheidung nicht aus, weil er sich fälschen lässt. Google beschreibt deshalb ein Verfahren mit Reverse-DNS-Lookup und anschließendem Forward-DNS-Lookup sowie veröffentlichte IP-Bereiche als JSON-Dateien. Die Domain im Reverse-DNS muss googlebot.com, google.com oder googleusercontent.com sein.

Umgekehrt stellt sich bei KI-Bots die Frage, ob sie erlaubt, blockiert oder lizenziert werden sollen. Das ist eine geschäftliche Entscheidung, die mit der Sichtbarkeit in KI-Antworten abgewogen werden muss.

Häufige Fehler

Ein Bot-Schutz auf Basis von Rate-Limits blockiert den Crawler eines Suchmaschinenbetreibers oder ein SEO-Tool. Im Access Log erscheinen dann 403- oder 429-Antworten für diesen User-Agent (Beispiel, erfunden).

Quellen

  1. Googlebot und andere Google-Crawler verifizieren – Google Search Centraldevelopers.google.com
  2. Bots – Cloudflare Docsdevelopers.cloudflare.com

Stand: