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Crawling & Crawl-Budget

Crawl-Rate

Auch genannt: Crawl-Frequenz, Crawling-Geschwindigkeit

Die Crawl-Rate ist die Zahl der Abrufe, die ein Crawler in einem Zeitraum an eine Website stellt. Bei Google richtet sie sich danach, wie viel Last der Server verträgt und wie viel Google crawlen will.

Wie bestimmt Google die Crawl-Rate?

Googles Ziel ist es, bei jedem Besuch so viele Seiten wie möglich abzurufen, ohne den Server zu überlasten. Die Obergrenze heißt Crawl-Kapazitätslimit. Sie steigt, wenn der Server stabil und schnell antwortet. Sie sinkt bei Serverfehlern (5xx) oder Signalen wie dem Statuscode 429. Wie viel Google tatsächlich crawlen will, hängt vom Crawl Demand ab. Googles Doku definiert „Crawl-Rate“ nicht als eigenen Begriff. Die Beschreibung hier fasst die Seiten zu Crawl-Budget und Crawl-Rate zusammen.

Crawl-Budget aus Crawl-Kapazität und Crawl-BedarfZwei Größen bestimmen das Crawl-Budget. Die Crawl-Kapazität sagt, wie viel Google crawlen kann, ohne den Server zu überlasten; sie steigt bei stabilen, schnellen Antworten und sinkt bei langsamen Antworten, 5xx-Fehlern und 429. Der Crawl-Bedarf sagt, wie viel Google crawlen will; er hängt vom bekannten URL-Bestand, der Beliebtheit und der Aktualität ab. Darunter stehen URL-Arten, die Budget ohne Nutzen verbrauchen: Duplikate, Facetten-URLs, Soft 404, lange Weiterleitungsketten und Sortiervarianten.Crawl-KapazitätWie viel Google crawlen kann,ohne den Server zu überlasten↑ stabile, schnelle Antworten↓ langsame Antworten, 5xx, 429Crawl-BedarfWie viel Google crawlen will• bekannter URL-Bestand• Beliebtheit der URLs• Aktualität: Änderungen erfassenCrawl-Budgetdie URLs, die Googlecrawlen kann und willschematisch, keine FormelVERBRAUCHT BUDGET OHNE NUTZENDuplikateFacetten-URLsSoft 404lange Weiter-leitungskettenSortier-variantenWird zu viel Zeit für solche URLs verbraucht, erreicht Google den Rest der Website womöglich nicht.
Google definiert das Crawl-Budget als die URLs, die Google crawlen kann und will. Den bekannten URL-Bestand kann eine Website laut Google am stärksten selbst beeinflussen. Quellen: Google Crawling: Crawling-Budget optimieren; Google Crawling: Crawling von Facettensuche-URLs verwalten.

Crawl-Rate verringern

Wer den Googlebot kurzfristig bremsen muss, kann statt 200 den Statuscode 500, 503 oder 429 liefern, optional mit Retry-After-Header. Google rät, das nicht länger als ein bis zwei Tage zu tun, weil sonst die Indexierung leidet. Sinken die Fehler, erhöht Google die Rate automatisch wieder.

Das frühere Crawl-Rate-Limiter-Tool in der Search Console wurde im November 2023 zur Abschaltung angekündigt. Die robots.txt-Angabe crawl-delay unterstützt Google nicht. Unterstützt werden nur user-agent, allow, disallow und sitemap.

Beispiel

Ein Shop ändert den Server und bemerkt Lastspitzen durch den Googlebot. Für einige Stunden liefert er auf Crawl-Anfragen 503 mit Retry-After: 3600. Nach der Korrektur geht die Rate von selbst wieder hoch.

Quellen

  1. Crawling-Geschwindigkeit von Googlebot reduzieren – Google Crawling Infrastructuredevelopers.google.com
  2. Crawl-Budget verwalten – Google Crawling Infrastructuredevelopers.google.com
  3. Upcoming deprecation of Crawl Rate Limiter Tool in Search Console – Google Search Central Blog (11/2023)developers.google.com
  4. robots.txt-Spezifikation – Google Search Centraldevelopers.google.com

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