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HTTP-Statuscodes

429 Too Many Requests

Auch genannt: Statuscode 429, HTTP 429, Rate Limiting

Der Statuscode 429 Too Many Requests teilt mit, dass ein Client in einem bestimmten Zeitraum zu viele Anfragen gesendet hat. Er gehört zum Rate Limiting und ist in RFC 6585 (Abschnitt 4) beschrieben. Formal zählt er zu den Client-Fehlern (4xx).

Auf einen Blick

Statuscode
429
Klasse
4xx (von Google wie ein Serverfehler behandelt)
Dauer
vorübergehend, Retry-After kann die Wartezeit nennen
In Google
Signal für einen überlasteten Server, Crawling wird vorübergehend langsamer
Caching
darf laut RFC nicht gespeichert werden

Stand:

Wie funktioniert er?

Der Server kann der Antwort einen Retry-After-Header beifügen. Dieser nennt entweder Sekunden oder ein Datum, nach dem der Client erneut anfragen soll. Wie der Server Clients erkennt und Anfragen zählt, legt der RFC nicht fest. Möglich sind Zählungen pro IP-Adresse, pro Ressource, serverweit oder pro angemeldetem Nutzer. Antworten mit Status 429 dürfen nicht in Caches gespeichert werden.

Serverfehler und 429 im Vergleich
StatuscodeBedeutung laut RFCReaktion von GooglebotFolge für den IndexRetry-After
429 Too Many Requests (dieser Begriff)zu viele Anfragen in einem bestimmten Zeitraum (Rate Limiting, RFC 6585)Signal für einen überlasteten Server, wird als Serverfehler behandelt; Crawling wird vorübergehend langsamerindexierte URLs bleiben vorerst; sieht Googlebot den Code mehrere Tage auf derselben URL, kann sie aus dem Index fallenRFC: darf mitgesendet werden; Google: zeigt den Crawlern, wann sie es erneut versuchen können
500 Internal Server Errorunerwarteter Zustand auf dem ServerCrawlrate der Website sinkt, proportional zur Zahl der URLs mit Serverfehlerindexierte URLs bleiben vorerst; bei anhaltendem Fehler werden sie entfernt, nach mehreren Tagen auf derselben URL ist das möglichvon Google nur für 503 und 429 beschrieben
502 Bad GatewayGateway oder Proxy hat vom Server dahinter eine ungültige Antwort erhaltenwie 500indexierte URLs bleiben vorerst, werden bei anhaltendem Fehler entferntvon Google nur für 503 und 429 beschrieben
503 Service Unavailablevorübergehend nicht verfügbar, etwa wegen Überlastung oder Wartungwie 500indexierte URLs bleiben vorerst; sieht Googlebot den Code mehrere Tage auf derselben URL, kann sie aus dem Index fallenRFC: darf mitgesendet werden und nennt die erwartete Dauer; Google: zeigt den Crawlern, wann sie es erneut versuchen können (Sekunden oder Datum)
504 Gateway TimeoutGateway oder Proxy hat vom Server dahinter nicht rechtzeitig eine Antwort erhaltenvon Google nicht einzeln genannt; für alle 5xx gilt, dass das Crawling vorübergehend langsamer wirdindexierte URLs bleiben vorerst, werden aber irgendwann entfernt (Aussage für alle 5xx)von Google nur für 503 und 429 beschrieben

Inhalte aus Antworten mit 5xx ignoriert Google. Sobald der Server wieder mit 2xx antwortet, erhöht Google die Crawlrate schrittweise. Um das Crawling bewusst kurz zu drosseln (einige Stunden bis ein, zwei Tage), nennt Google 500, 503 oder 429 und rät davon ab, das länger zu tun. Netzwerk-Timeouts, abgebrochene Verbindungen und DNS-Fehler behandelt Google ähnlich wie 5xx; nicht erreichbare URLs fallen laut Google innerhalb von Tagen aus dem Index. Quellen: Google Crawling Infrastructure: How HTTP status codes affect Google's crawlers (last updated 2026-02-04); Google Crawling Infrastructure: Reduce the Google crawl rate (last updated 2026-10-06); Google Crawling Infrastructure: Debug network and DNS errors (last updated 2025-12-18); RFC 9110: HTTP Semantics, 15.6 Server Error 5xx and 10.2.3 Retry-After; RFC 6585: Additional HTTP Status Codes, 4. 429 Too Many Requests. Stand: .

Was bedeutet 429 für SEO?

Obwohl 429 formal ein 4xx-Code ist, behandelt Google ihn beim Crawlen wie einen Serverfehler. Laut Google-Dokumentation versteht der Crawler den Code als Signal für einen überlasteten Server. Die Crawling-Rate sinkt vorübergehend, Inhalte der Antwort werden ignoriert. Bereits indexierte URLs bleiben zunächst im Index und werden mit der Zeit entfernt, wenn der Fehler anhält. Antwortet der Server wieder mit 2xx, erhöht Google die Crawling-Rate nach und nach.

Relevant wird das, wenn Rate-Limits von Firewall, CDN oder Hoster auch Googlebot erfassen. Wer Rate-Limits einsetzt, sollte deshalb prüfen, ob Crawler davon betroffen sind.

Beispiel

HTTP
HTTP/1.1 429 Too Many Requests
Content-Type: text/html
Retry-After: 3600

<h1>Too Many Requests</h1>

Der Client soll nach 3600 Sekunden, also einer Stunde, erneut anfragen.

Häufige Fehler

  • Rate-Limit trifft Googlebot. Die Crawling-Rate sinkt, ohne dass auf der Website etwas kaputt wirkt.
  • Retry-After fehlt. Clients wissen nicht, wann sie es wieder versuchen sollen.
  • Plugins oder Skripte lösen das Limit aus. Bei WordPress nennen Anleitungen defekte Plugins oder zu viele Anfragen von Skripten als Ursache.

Häufige Fragen

Wie lange muss man bei 429 warten? So lange, wie der Retry-After-Header angibt. Fehlt er, legt die Spezifikation keine Zeit fest.

Ist der Fehler 429 mein Fehler? Der Statuscode sagt, dass der Server von einem Client zu viele Anfragen erhalten hat. Das kann ein Skript, ein Bot, ein Plugin oder ein einzelner Nutzer sein.

Quellen

  1. RFC 6585, Abschnitt 4: 429 Too Many Requestsrfc-editor.org
  2. 429 Too Many Requests – MDN Web Docsdeveloper.mozilla.org
  3. HTTP-Statuscodes sowie Netzwerk- und DNS-Fehler – Google Search Centraldevelopers.google.com

Stand: