Dark Traffic bezeichnet Besuche, deren Herkunft das Analytics-Tool nicht erfassen kann. Sie erscheinen meist im Kanal „Direct“, obwohl die Besucher nicht die Adresse eingetippt haben. Der Begriff stammt aus der Webanalyse-Praxis und kommt in der GA4-Dokumentation nicht vor.
Woher kommt Dark Traffic?
GA4 ordnet einen Besuch dem Kanal Direct zu, wenn die Quelle „(direct)“ ist und das Medium „(not set)“ oder „(none)“ lautet. Fehlt die Herkunftsangabe, landet der Besuch dort. Als Ursachen nennt Portent unter anderem Links aus Apps und Textnachrichten, geschützte Browser-Sitzungen, Weiterleitungen von HTTP auf HTTPS und Bots (Zweitquelle, 2019). Auch ein geteilter Link in einer privaten Nachricht gehört dazu, weil dort keine Herkunftsseite übermittelt wird (Einschätzung).
Direct enthält damit zwei Gruppen. Die erste sind Besucher, die tatsächlich die URL eingeben oder ein Lesezeichen nutzen. Die zweite sind Besuche mit fehlender Herkunft. Beides lässt sich in den Standardberichten nicht trennen.
Zweite Bedeutung
Manche Quellen verwenden „Dark Traffic“ auch für automatisierte Zugriffe durch Bots, die Kennzahlen wie Conversion Rate verzerren. Dieser Eintrag behandelt die Analytics-Bedeutung.
Beispiel
Eine Mitarbeiterin schickt einen Artikellink per Messenger an Kollegen. Die Besuche erscheinen in GA4 als (direct) / (none), obwohl der Artikel über eine Empfehlung gefunden wurde. (Beispiel erfunden.)
Quellen
- [GA4] Standardkanalgruppe – Google Analytics-Hilfesupport.google.com
- Is Direct Traffic an Indicator of Brand Strength? – Portent (2019)portent.com
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