Google Dance ist ein historischer SEO-Begriff für die Schwankungen in den Suchergebnissen, die in den frühen 2000er-Jahren auftraten, wenn Google seinen Index aktualisierte. Gleiche Suchanfragen konnten dann je nach Rechenzentrum unterschiedliche Ergebnisse liefern.
Auf einen Blick
- Start
- Sommer 2000 (laut Matt Cutts)
- Abgeschlossen
- Sommer 2003 (laut Matt Cutts)
- Art
- Historischer Branchenbegriff
- Betrifft
- Schwankende Suchergebnisse bei monatlichen Index-Updates
- Bestätigt durch
- nein, Google definiert den Begriff nicht; Quelle ist ein Blogbeitrag von Matt Cutts
Stand:
Was war der Google Dance?
Google betrieb mehrere Rechenzentren mit jeweils eigenem Index. Diese Indizes wurden nach Zeitplan unabhängig voneinander aktualisiert. Fragte jemand während dieser Phase, hing das Ergebnis davon ab, welches Rechenzentrum antwortete. Die Rankings sprangen deshalb vorübergehend.
Von Sommer 2000 bis Sommer 2003 geschah das etwa einmal im Monat. Laut Matt Cutts, damals Google-Mitarbeiter, dauerte ein Dance sechs bis acht Tage, weil jedes Rechenzentrum nacheinander aus der Rotation genommen und mit einem komplett neuen Index geladen wurde. Im Sommer 2003 wechselte Google auf einen Index, der täglich oder schneller schrittweise aktualisiert wird. Aus dem monatlichen Ereignis wurden kleine Veränderungen von Tag zu Tag.
Der Begriff taucht heute vor allem in Glossaren und Rückblicken auf. Für aktuelle Ranking-Schwankungen sind Updates und Messwerte aus Rank-Tracking-Tools die relevanten Anhaltspunkte (Einschätzung).
Beispiel
Ein Webmaster prüft an einem Tag im Jahr 2002 die Position seiner Seite. Der erste Abruf zeigt Platz 5, ein zweiter wenige Minuten später Platz 12, weil ein anderes Rechenzentrum antwortet. Das Beispiel ist konstruiert.
Quellen
Stand: