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Tracking & Consent

Google Tag Manager

Auch genannt: GTM

Der Google Tag Manager (GTM) ist ein Tag-Management-System. Damit lassen sich Tracking-Codes und andere Code-Fragmente auf einer Website verwalten und ausspielen, ohne den Quelltext der Seite jedes Mal zu ändern. Für SEO ist er vor allem als Messinstrument und als mögliche Fehlerquelle relevant.

Wie funktioniert der Google Tag Manager?

Auf der Website werden einmalig zwei Code-Snippets eingebaut. Alles Weitere wird in einer Weboberfläche konfiguriert. Dort gibt es vier Bausteine:

  • Container bündelt alle Tags, Trigger und Variablen einer Website oder App.
  • Tags sind die verwalteten Code-Fragmente, etwa das Messen eines Aufrufs oder Klicks.
  • Trigger legen fest, wann ein Tag ausgelöst wird.
  • Variablen liefern Werte, die Tags und Trigger verwenden.

Neben der Standardversion gibt es die Enterprise-Variante Google Tag Manager 360.

Bedeutung für SEO

Über den GTM lassen sich Messungen wie Schlüsselereignisse in Google Analytics aufsetzen, ohne dass dafür ein Release nötig ist. Das macht ihn zum Werkzeug für Conversion-Messung und Reporting.

Auch Inhalte lassen sich per JavaScript ausspielen. Laut Google können Titel, Meta-Beschreibung, Canonical, Robots-Meta-Tags und JSON-LD per JavaScript gesetzt werden. Google rendert die Seite aber erst nach dem Crawlen, und die Seite kann dafür nur wenige Sekunden oder auch länger in der Warteschlange stehen. Widersprechen sich HTML und per JavaScript gesetzte Angaben, etwa bei Canonical-Tags, kann das zu Konflikten führen. SEO-relevante Elemente stehen deshalb sicherer direkt im ausgelieferten HTML.

Tests von searchVIU (2017) zeigten, dass Google per GTM eingefügte Elemente verarbeitet. Dazu gehörten hreflang-, Canonical- und noindex-Tags, Title, Meta Description und interne Links. Google selbst nennt das ausgelieferte HTML als besten Ort für den Canonical und rät davon ab, ihn per JavaScript zu setzen.

Beispiel

Ein Formular meldet den Abschluss an den Data Layer, den der Container ausliest:

Code
window.dataLayer = window.dataLayer || [];
window.dataLayer.push({ event: 'formular_gesendet' });

Im GTM löst ein Trigger auf dieses Ereignis ein Tag aus, das die Messung an Google Analytics sendet.

Tag Manager und Einwilligung

Der GTM unterstützt den Einwilligungsmodus. Ein eigener Trigger zur Initialisierung stellt sicher, dass die Einwilligungseinstellungen vor anderen Triggern berücksichtigt werden. Tags lassen sich je nach Einwilligung unterschiedlich verhalten. Zu den Einwilligungsarten zählen unter anderem ad_storage und analytics_storage.

Quellen

  1. Informationen zum Tag Manager – Tag Manager-Hilfesupport.google.com
  2. Einwilligungsmodus im Tag Manager – Tag Manager-Hilfesupport.google.com
  3. JavaScript-SEO-Grundlagen – Google Search Centraldevelopers.google.com
  4. Weitere JavaScript-SEO-Experimente mit dem Google Tag Manager – searchVIU-Blog (2017)searchviu.com
  5. Wie man hreflang mit Google Tag Manager implementiert – searchVIU-Blog (2017)searchviu.com

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