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KI-Sichtbarkeit messen

KI-Sichtbarkeit

Auch genannt: AI Visibility, LLM Visibility

KI-Sichtbarkeit (englisch AI Visibility) beschreibt, wie oft und in welcher Form eine Marke, ein Produkt oder eine Website in Antworten von KI-Systemen vorkommt, etwa in ChatGPT, Perplexity, Gemini oder den AI Overviews von Google. Der Begriff ist nicht genormt. Gemeint sind meist zwei Dinge: ob die Marke in der Antwort genannt wird und ob die eigene Website als Quelle verlinkt ist.

Auf einen Blick

Art
Messgröße, nicht genormt
Werte
Nennungen, Zitationen, Share of Voice (Branchengebrauch)
Sichtbar?
für Google als Impressionen im Search-Console-Bericht zu generativen KI-Funktionen (seit 31.08.2026)

Stand:

Wie wird KI-Sichtbarkeit gemessen?

Klassische Rankings gibt es in KI-Antworten nicht. Gemessen wird stattdessen mit einer festen Liste von Fragen (Prompts), die regelmäßig an die KI-Systeme gestellt werden. Üblich sind laut Berichten aus der Branche diese Kennzahlen:

  • Nennungen: In wie vielen Antworten kommt die Marke vor?
  • Zitationen: Wie oft verlinkt eine Antwort die eigene Website als Quelle?
  • Share of Voice: Anteil der eigenen Nennungen im Vergleich zu Wettbewerbern.
  • Tonalität und Kontext: Wird die Marke empfohlen, neutral erwähnt oder kritisch dargestellt?

Erfahrungsgemäß fallen KI-Antworten bei derselben Frage nicht immer gleich aus (Einschätzung). Aussagekräftig werden die Zahlen deshalb erst über viele Prompts und mehrere Messungen.

SEO, GEO, AEO und verwandte Begriffe im Vergleich
BegriffAusgeschriebenZielMessgrößeHerkunft des Begriffs
SEOSearch Engine Optimization (Suchmaschinenoptimierung)Suchmaschinen helfen, Inhalte zu verstehen, und Nutzern helfen, eine Website über die Suche zu findenKlicks, Impressionen, Klickrate und durchschnittliche Position im Leistungsbericht der Search Consolekeine eindeutige Erstquelle; Google verwendet den Begriff in der eigenen Dokumentation
GEOGenerative Engine OptimizationSichtbarkeit von Inhalten in Antworten generativer Suchsysteme erhöhenim Forschungspapier „Position-Adjusted Word Count“ und „Subjective Impression“; für die Google Suche Impressionen im Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen (seit 31.08.2026)Aggarwal et al., „GEO: Generative Engine Optimization“, arXiv:2311.09735 (16.11.2023), KDD 2024
AEOAnswer Engine Optimizationals direkte Antwort oder Quelle in Antwortsystemen erscheinen (Branchengebrauch, keine Norm)keine festgelegte Messgrößekeine eindeutige Erstquelle
AI SEO / KI-SEO–Sammelbegriff für SEO in KI-gestützten Suchen, teils auch für den Einsatz von KI-Werkzeugen in der SEO-Arbeit (Branchengebrauch)keine festgelegte Messgrößekeine eindeutige Erstquelle
LLMO / LLM-SEOLarge Language Model Optimizationin Antworten großer Sprachmodelle genannt werden (Branchengebrauch, oft gleichbedeutend mit GEO verwendet)keine festgelegte Messgrößekeine eindeutige Erstquelle

Die Tabelle beschreibt Begriffe und bewertet keine Methoden. Für Übersichten mit KI und den KI-Modus nennt Google keine zusätzlichen Anforderungen über die Grundlagen der Suche hinaus. Die Begriffe GEO, AEO und LLMO kommen in Googles Dokumentation zu KI-Funktionen nicht vor. Ziele ohne Primärquelle geben den Sprachgebrauch der Branche wieder. Quellen: Aggarwal, P. et al.: GEO: Generative Engine Optimization. arXiv:2311.09735 (2023), KDD 2024; Google Search Central: SEO-Startleitfaden / SEO Starter Guide; Search-Console-Hilfe: Leistungsbericht (Suche) / Performance report (Search); Search-Console-Hilfe: Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen (Google Suche); Google Search Central: KI-Funktionen und deine Website / AI features and your website. Stand: .

Technische Voraussetzungen

Für Googles KI-Funktionen gibt es laut Google keine zusätzlichen Anforderungen. Eine Seite muss indexiert sein und mit einem Snippet in der Google Suche erscheinen können. Die Best Practices für SEO gelten unverändert. In der Search Console zählen Daten aus AI Overviews und dem KI-Modus im Leistungsbericht unter dem Suchtyp „Web“ mit. Seit dem 31. August 2026 gibt es dort zusätzlich den Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen. Er zeigt, wie oft Links zur Website in AI Overviews und im KI-Modus erschienen sind, je Seite, Land, Datum und Gerät. Klicks und Suchanfragen enthält er nicht.

Andere Anbieter betreiben eigene Crawler. OpenAI nutzt für die Suchfunktionen von ChatGPT den Bot OAI-SearchBot. Websites, die ihn per robots.txt aussperren, erscheinen laut OpenAI nicht in ChatGPT-Suchantworten, höchstens noch als Navigationslink. Was ein Bot nicht abrufen oder nicht lesen kann, steht diesem System als Quelle nicht zur Verfügung. Technisches SEO bleibt deshalb die Grundlage.

Beispiel

Angenommen, ein Laufschuh-Händler stellt monatlich 50 Fragen wie „Welcher Laufschuh eignet sich für Anfängerinnen mit Überpronation?“ an mehrere KI-Assistenten. In 14 von 50 Antworten wird der Shop genannt, in 6 davon mit Link auf eine Ratgeberseite. Ein Wettbewerber taucht in 22 Antworten auf. Die Auswertung zeigt außerdem, welche fremden Seiten die KI-Systeme als Quellen nutzen, etwa Testberichte oder Foren.

Häufige Fragen

Wie kann ich meine Sichtbarkeit in KI-Suchsystemen erhöhen? Google empfiehlt für seine KI-Funktionen dieselben Grundsätze wie für die normale Suche, also hilfreiche Inhalte und eine technisch zugängliche Website. Für andere Systeme ist zusätzlich zu prüfen, ob deren Crawler in robots.txt, Firewall oder CDN freigegeben sind.

Ist KI-Sichtbarkeit dasselbe wie GEO? GEO (Generative Engine Optimization) bezeichnet die Optimierung für KI-Antworten. KI-Sichtbarkeit ist die Größe, an der sich der Erfolg dieser Arbeit messen lässt.

Quellen

  1. KI-Funktionen und deine Website – Google Search Centraldevelopers.google.com
  2. Overview of OpenAI Crawlers – OpenAIdevelopers.openai.com
  3. Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen (Google Suche) – Search Console-Hilfesupport.google.com

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