Eine Metasuchmaschine leitet eine Suchanfrage gleichzeitig an mehrere andere Suchmaschinen weiter und führt deren Ergebnisse in einer Liste zusammen. Sie besitzt keinen eigenen Index. Für SEO sind Metasuchmaschinen kaum ein Optimierungsziel, weil sie auf die Indizes anderer Anbieter zurückgreifen.
Wie funktioniert eine Metasuchmaschine?
Die Anfrage geht parallel an mehrere angeschlossene Suchmaschinen. Die Metasuchmaschine sammelt die Treffer, entfernt Dopplungen und bringt sie in eine neue Reihenfolge. Das Ranking richtet sich laut Beschreibungen nach den Positionen in den Quellen und nach eigenen Gewichtungsregeln der Betreiber. Weil sie nicht in den Index der Quellen hineinsehen kann, sind ihre Möglichkeiten zum Neuordnen begrenzt.
Davon unterscheidet Wikipedia hybride Systeme. Sie verbinden Weiterleitung an andere Dienste mit einem eigenen Index.
Geschichte und Beispiele
Als frühes Beispiel gilt MetaCrawler, den laut Berichten Erik Selberg und Oren Etzioni 1995 an der University of Washington entwickelten. Ein Jahr später startete in Deutschland MetaGer, das laut Berichten am Regionalen Rechenzentrum für Niedersachsen entstand. Weitere Beispiele sind SearXNG und eTools.ch.
Vor- und Nachteile
Eine Anfrage erreicht mehrere Quellen, was die Trefferbreite erhöht. Manche Dienste werben außerdem mit Datenschutz, weil Suchanfragen nicht gespeichert werden sollen. Dem steht gegenüber, dass sie von den Ergebnissen der Quellen abhängen und deren Daten nicht verändern können.
Beispiel
Jemand sucht bei einer Metasuchmaschine nach „Fahrradhelm Test“. Der Dienst fragt mehrere Suchmaschinen ab, fasst die Treffer zusammen und zeigt jede URL nur einmal an.
Häufige Fragen
Was versteht man unter einer Metasuchmaschine? Eine Suchmaschine ohne eigenen Index, die Ergebnisse anderer Suchmaschinen zusammenführt.
Quellen
- Metasuchmaschine – Wikipedia (Zweitquelle)de.wikipedia.org
- Suchmaschine – Wikipedia (Zweitquelle)de.wikipedia.org
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