Die Rendering-Warteschlange (Render Queue) ist in der SEO-Bedeutung die Warteliste, in der Google Seiten nach dem Crawlen ablegt, bis sie gerendert werden. Hier geht es um das Rendering von Webseiten durch Google.
Wie läuft das ab?
Nach Googles Dokumentation stellt Googlebot alle Seiten mit HTTP-Status 200 in die Warteschlange zum Rendern, sofern kein robots-Meta-Tag oder Header die Indexierung ausschließt. Die Seite kann dort einige Sekunden bleiben, aber auch länger. Sobald Ressourcen frei sind, rendert ein headless Chromium die Seite und führt das JavaScript aus. Mit dem gerenderten HTML indexiert Google anschließend.
Martin Splitt nannte laut Berichten als Median etwa fünf Sekunden Wartezeit, das 90. Perzentil lag bei einigen Minuten. Die Zahl beschreibt die Wartezeit in der Schlange.
Folgen für JavaScript-Websites
Inhalte und Links, die erst durch JavaScript entstehen, erscheinen im Index erst nach diesem Schritt. Wer sie im ursprünglichen HTML ausliefert, umgeht die Wartezeit. Bei einem noindex im HTML kann Google das Rendern überspringen, ein per JavaScript entferntes noindex greift dann womöglich nicht.
Beispiel
Eine Produktliste wird per JavaScript nachgeladen. Im Roh-HTML stehen keine Produktlinks. Google findet die Produkte erst, wenn die Seite die Warteschlange durchlaufen hat.
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Quellen
- JavaScript SEO basics – Google Search Centraldevelopers.google.com
- Google's 5-second rendering window – Relevant Audience (Zweitquelle, zitiert Martin Splitt)relevantaudience.com
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