Annotationen sind in der SEO eigene Notizen zu einem Datum in einem Diagramm. Sie halten fest, was an welchem Tag geändert wurde, und erklären später Ausschläge in den Daten. Der Begriff hat in anderen Fächern (Programmierung, Datenaufbereitung, Textwissenschaft) eine andere Bedeutung.
Annotationen in der Search Console
Im November 2025 hat Google Search Central die Funktion „Custom Annotations“ in der Search Console vorgestellt (Blogartikel „Adding context to your Search Console data with custom annotations“). Damit lassen sich Hinweise direkt an die Leistungsdiagramme heften. Laut Google sind die Annotationen für alle Nutzer mit Zugriff auf die Property sichtbar. Sensible Angaben gehören deshalb nicht hinein.
Welche Ereignisse sich zu notieren lohnen
Sinnvoll sind Ereignisse, die Impressionen, Klicks oder Positionen beeinflussen können:
- Relaunch, Migration oder Domainumzug
- Änderungen an Titeln, Templates oder der internen Verlinkung
- Änderungen an robots.txt, Canonical-Tags oder Weiterleitungen
- Start von Kampagnen oder neue Inhalte
- Updates von Google, die das Search Status Dashboard listet
- Änderungen am Tracking oder an der Einwilligungsabfrage
Beispiel
Im Diagramm fallen die Klicks am 14. März um ein Drittel. Eine Annotation vom 13. März lautet „Template-Umbau Kategorieseiten, Canonical neu gesetzt“. Die Ursache liegt damit nahe und muss nicht aus Mails oder Tickets rekonstruiert werden.
Quellen
Stand: