Drittanbieter-Skripte (englisch Third-Party Scripts) sind JavaScript-Dateien, die eine Website von fremden Domains lädt, zum Beispiel für Analytics, Werbung, Chat-Widgets oder A/B-Tests. Sie laufen im Browser der Besucher und teilen sich den Main Thread mit dem eigenen Code.
Welche Folgen haben Drittanbieter-Skripte für SEO und Performance?
Jedes Skript kostet Netzwerkzeit und Rechenzeit. Ein hoher Anteil an JavaScript-Ausführung zeigt sich in Lighthouse unter „Reduce JavaScript execution time“ und „Avoid enormous network payloads“. Die Metrik Total Blocking Time (TBT) bildet die Blockierung im Labor ab, INP die Wirkung auf echte Interaktionen. Seiteninhaber haben auf den Code meist keinen Einfluss. web.dev empfiehlt deshalb, die Einbindung selbst zu steuern.
Wie lassen sich Drittanbieter-Skripte kontrollieren?
- Tag Governance: Für jedes Skript sind laut web.dev Zweck, Verantwortliche, Notwendigkeit und Compliance-Prüfung dokumentiert. Alte Tags werden regelmäßig entfernt.
- Ladeverhalten:
deferführt Skripte nach dem HTML-Parsing aus,asyncsofort nach dem Download. Nicht kritische Skripte lassen sich nachladen. - Verbindungen:
preconnectbaut Verbindungen zu kritischen Domains vorab auf, nur für wenige Ziele, weil der Browser ungenutzte Verbindungen nach 10 Sekunden schließt. - Budget: Performance-Budgets in Lighthouse CI begrenzen Skripte, beispielsweise eine Obergrenze an Tags auf Landingpages.
Beispiel
In den Chrome DevTools lässt sich ein Skript über Network Request Blocking sperren. Anschließend wird die Ladezeit mit und ohne das Skript verglichen, am besten mit gedrosseltem Netz und CPU.
Quellen
Stand: