Im Shop-SEO sind Filterseiten Kategorie- oder Listenseiten, die nach der Auswahl von Filtern wie Farbe, Größe oder Marke eine eigene URL erhalten, meist über URL-Parameter. Aus wenigen Filtern entstehen sehr viele Kombinationen mit weitgehend ähnlichem Inhalt.
Warum sind Filterseiten ein SEO-Thema?
Google beschreibt, dass parameterbasierte Facettensuche nahezu unendliche URL-Bereiche erzeugen kann. Crawler erkennen den geringen Nutzen solcher URLs erst nach vielen Abrufen. Das kostet Serverressourcen und verzögert das Entdecken neuer, nützlicher URLs.
Google unterscheidet zwei Fälle:
- Filter-URLs sollen nicht in der Suche erscheinen. Dann empfiehlt Google, das Crawling per robots.txt zu verhindern oder Filter über URL-Fragmente abzubilden.
rel="canonical"undrel="nofollow"wirken laut Google langfristig schwächer. - Filter-URLs dürfen indexiert werden. Dann gelten Regeln wie das Trennzeichen
&, eine immer gleiche Reihenfolge der Filter im Pfad und ein 404-Statuscode bei Kombinationen ohne Treffer.
Ob eine Kombination indexierbar sein soll, hängt davon ab, ob es für sie eigenen Suchbedarf gibt (Einschätzung).
Beispiel
https://example.com/schuhe?farbe=gruen&groesse=42
Sollen solche URLs nicht gecrawlt werden, lässt sich das in der robots.txt festlegen:
user-agent: Googlebot
disallow: /*?*farbe=
disallow: /*?*groesse=
Vier Filter mit je neun Werten und der Option „nicht gesetzt“ ergeben rechnerisch 10.000 URLs für eine einzige Kategorie.
Quellen
- Crawling von Facettensuche-URLs verwalten – Google Search Centraldevelopers.google.com
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