URL-Parameter sind Schlüssel-Wert-Paare, die hinter einem Fragezeichen an eine URL gehängt werden. Sie geben dem Server zusätzliche Angaben mit, etwa zum Filtern, Sortieren oder zur Kampagnen-Zuordnung.
Wie sind URL-Parameter aufgebaut?
Das Fragezeichen leitet die Parameter ein, ein Ampersand (&) trennt mehrere Paare, ein Gleichheitszeichen (=) trennt Schlüssel und Wert. Die Gesamtheit hinter dem ? heißt Query String (RFC 3986, Abschnitt 3.4). Google empfiehlt genau diese Schreibweise und für mehrere Werte eines Schlüssels etwa ein Komma.
Typische Einsatzzwecke sind Filter und Sortierungen, Paginierung, Sprachwahl sowie Tracking mit utm_-Parametern. Parameter, die den Inhalt nicht verändern, etwa Referrer-Parameter oder Session-IDs, erzeugen dabei zusätzliche URLs mit identischem Inhalt.
Was bedeuten URL-Parameter für SEO?
Nach Googles Dokumentation können komplexe URLs mit vielen Parametern eine unnötig hohe Zahl von URLs erzeugen, die auf gleiche oder ähnliche Inhalte zeigen. Googlebot verbraucht dann mehr Bandbreite als nötig, oder Google kann nicht alle Inhalte vollständig indexieren. Besonders gefährlich sind kombinierbare Filter, weil sich die Anzahl der Varianten vervielfacht.
Google empfiehlt, möglichst wenige Parameter zu verwenden und solche wegzulassen, die den Inhalt nicht ändern. Session-IDs gehören laut Google nach Möglichkeit in Cookies statt in die URL. Für problematische URLs, etwa Suchergebnisse oder Filterfunktionen, nennt Google robots.txt als Option.
Das frühere URL-Parameter-Tool der Search Console hat Google 2022 abgeschaltet. Angekündigt wurde das am 28. März 2022 mit einer Frist von einem Monat. Google gab an, dass seine Crawler den Umgang mit Parametern selbst lernen. Mehr Kontrolle bieten robots.txt-Regeln.
Beispiel
https://example.com/kategorie?category=kleider&sort=preis&sid=789
Hier sind category, sort und sid Parameter. Ändert nur sid die URL, nicht aber den Inhalt, entstehen beliebig viele identische Seiten.
Häufige Fehler
- Parameter, die den Inhalt nicht ändern. Referrer-Parameter und Session-IDs erzeugen zusätzliche URLs mit identischem Inhalt. Google empfiehlt, solche Parameter wegzulassen.
- Kombinierbare Filter ohne Begrenzung. Die Zahl der Varianten vervielfacht sich, und Googlebot verbraucht mehr Bandbreite als nötig.
- Auf das URL-Parameter-Tool verlassen. Google hat das Tool der Search Console 2022 abgeschaltet. Steuern lässt sich das Crawling heute über robots.txt-Regeln.
Häufige Fragen
Welche UTM-Parameter gibt es?
Üblich sind utm_source, utm_medium, utm_campaign, utm_term und utm_content. Sie dienen dem Kampagnen-Tracking.
Quellen
- URL structure best practices for Google Search – Google Search Central (Stand 10.12.2025)developers.google.com
- Spring cleaning: the URL Parameters tool – Google Search Central Blog, 28.03.2022developers.google.com
- RFC 3986: URI Generic Syntax – IETFrfc-editor.org
- Was ist eine URL? – MDN Web Docsdeveloper.mozilla.org
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