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Server, HTTP & Caching

HTTP/3

Auch genannt: HTTP/3.0, HTTP over QUIC

HTTP/3 ist die dritte Hauptversion des Protokolls HTTP. Sie überträgt HTTP über QUIC, ein Transportprotokoll auf Basis von UDP, und löst damit TCP als Grundlage ab. Standardisiert ist sie in RFC 9114 (Juni 2022).

Was unterscheidet HTTP/3 von HTTP/2?

HTTP/2 läuft über TCP. Geht dort ein Paket verloren, warten alle Datenströme einer Verbindung, bis es erneut gesendet ist. QUIC verwaltet jeden Datenstrom eigenständig, sodass ein Paketverlust nur den betroffenen Strom aufhält. Außerdem ist TLS 1.3 fest in QUIC eingebaut, was den Verbindungsaufbau beschleunigt, und die Header werden mit QPACK statt mit HPACK komprimiert. Request-Methoden, Statuscodes und Header bleiben inhaltlich gleich.

Browser erfahren von HTTP/3 meist über den Header Alt-Svc, der ein alternatives Angebot des Servers ankündigt. Beim Verbindungsaufbau einigen sich beide Seiten über das ALPN-Kennzeichen h3. Das Wikipedia-Stichwort zu HTTP/3 nennt zusätzlich HTTPS-Einträge im DNS (RFC 9460) als Weg ohne Alt-Svc.

HTTP-Versionen im Vergleich
VersionTransportMehrere Anfragen gleichzeitigHeader-FelderNutzung durch Google-Crawler
HTTP/1.1 (RFC 9112)TCPkeine Multiplexing-Schicht; Pipelining möglich, Antworten kommen in der Reihenfolge der Anfragen; für Parallelität oft mehrere TCP-VerbindungenTextfelder, durch Leerzeichen getrennt; laut RFC 9113 oft wiederholend und ausführlichunterstützt; laut Google die Standardversion
HTTP/2 (RFC 9113)TCPja, viele Anfragen verschachtelt über eine Verbindung; Paketverluste auf TCP-Ebene bremsen weiter alle Streamsbinäre Frames, Kompression mit HPACKunterstützt seit November 2020; kein Ranking-Vorteil; Abschalten mit Statuscode 421
HTTP/3 (RFC 9114) (dieser Begriff)QUIC über UDPja, über unabhängige QUIC-Streams; ein blockierter Stream hält die anderen nicht aufKompression mit QPACKkeine Angabe von Google; die Crawler-Doku nennt nur HTTP/1.1 und HTTP/2

Alle drei Versionen tragen dieselbe HTTP-Semantik (Methoden, Statuscodes, Header), sie unterscheiden sich in der Übertragung. Google-Crawler wählen die Version mit der besten Crawling-Leistung und können zwischen Crawling-Sitzungen wechseln. HTTP/2 kann laut Google Rechenressourcen auf beiden Seiten sparen. Welche Version eine Anfrage genutzt hat, zeigen Server-Logs. Quellen: RFC 9112: HTTP/1.1; RFC 9113: HTTP/2; RFC 9114: HTTP/3; RFC 9000: QUIC; Google Crawling Infrastructure: Overview of Google crawlers and fetchers (last updated 2026-06-12); Google Search Central Blog: Googlebot will soon speak HTTP/2 (2020-09-17). Stand: .

Bedeutung für SEO

Die Seite der Google-Crawler nennt als unterstützte Versionen HTTP/1.1 und HTTP/2, HTTP/3 kommt dort nicht vor. Einen Hinweis auf eine Ranking-Wirkung enthält sie nicht. IONOS beschreibt HTTP/3 als besonders geeignet für Nutzer mit wechselnden Verbindungen, etwa mobil.

Beispiel

Ein Server kündigt HTTP/3 in der Antwort einer bestehenden Verbindung an. Das Beispiel stammt aus dem Text von RFC 9114:

HTTP
Alt-Svc: h3=":50781"

Häufige Fehler

  • Ranking-Vorteil erwarten. Eine Aussage von Google dazu gibt es in den gelesenen Quellen nicht.
  • HTTP/3 ohne HTTPS planen. QUIC bringt TLS 1.3 fest mit, Verschlüsselung ist Teil des Protokolls.

Häufige Fragen

Was ist HTTP/3? Die dritte Version von HTTP, die über QUIC statt TCP läuft.

Unterstützt Googlebot HTTP/3? Die Dokumentation der Google-Crawler nennt HTTP/1.1 und HTTP/2. HTTP/3 steht dort nicht.

Quellen

  1. RFC 9114: HTTP/3rfc-editor.org
  2. Übersicht der Google-Crawler (HTTP-Protokollversionen) – Google Search Centraldevelopers.google.com
  3. HTTP/3 erklärt – IONOS Digital Guideionos.de
  4. HTTP/3 – Wikipediaen.wikipedia.org

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