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Rendering-Verfahren

Incremental Static Regeneration

Auch genannt: ISR

Incremental Static Regeneration (ISR) ist ein Verfahren aus dem Framework Next.js, bei dem statische Seiten zur Laufzeit erzeugt oder aktualisiert werden, ohne die gesamte Website neu zu bauen. Das Kürzel ISR hat auch andere Bedeutungen, hier geht es um die Rendering-Technik.

Wie funktioniert ISR?

Beim Build werden Seiten vorgerendert und zwischengespeichert. Läuft die eingestellte Revalidierungszeit ab, liefert die nächste Anfrage noch die gecachte, nun veraltete Seite aus. Im Hintergrund entsteht eine neue Version, die danach die bisherige ersetzt. Alternativ lässt sich der Cache gezielt per revalidatePath oder revalidateTag ungültig machen. Schlägt die Neuerzeugung fehl, bleibt die zuletzt erfolgreiche Version erhalten. Die Next.js-Dokumentation empfiehlt eine eher hohe Revalidierungszeit, zum Beispiel eine Stunde statt einer Sekunde.

Ein Statusheader x-nextjs-cache zeigt, ob eine Antwort aus dem Cache kam (HIT), veraltet war (STALE), frisch gerendert wurde (MISS) oder per On-Demand-Revalidierung neu entstand (REVALIDATED). ISR läuft nicht bei einem statischen Export. Die Beschreibung gilt für ISR ohne Cache Components, für die Next.js eine eigene Anleitung führt (Doku-Stand Oktober 2026).

Rendering-Arten im Vergleich
ArtWo und wann entsteht das HTML?Inhalt schon im ausgelieferten HTML?Einordnung durch Google
Client-Side Rendering (CSR)im Browser per JavaScript; Daten, Templates und Routing laufen auf dem Clientnein, erst nach Ausführen von JavaScriptGoogle rendert Seiten mit Status 200 in einem eigenen Schritt nach dem Crawlen und empfiehlt Server-Side- oder Pre-Rendering, weil nicht alle Bots JavaScript ausführen
Server-Side Rendering (SSR)auf dem Server, bei jeder Anfragejavon Google als Lösung empfohlen (statt Dynamic Rendering)
Static Site Generation (SSG, statisches Rendering)beim Build; meist vorab eine HTML-Datei je URLjavon Google als Lösung empfohlen (statt Dynamic Rendering)
Incremental Static Regeneration (ISR) (dieser Begriff)beim Build vorgerendert; nach Ablauf der Revalidierungszeit erzeugt der Server die Seite im Hintergrund neu (Framework-Funktion, z. B. Next.js)ja, aus dem Cache; bis zur Neuerzeugung wird die ältere Version ausgeliefertkeine eigene Angabe von Google
Prerenderingbeim Build; die clientseitige App wird ausgeführt und ihr Startzustand als statisches HTML gespeichertja (Startzustand)Google nennt Server-Side- oder Pre-Rendering weiterhin „eine gute Idee“, weil es Seiten für Nutzer und Crawler schneller macht
Dynamic Renderingein Rendering-Server erzeugt HTML nur für erkannte Crawler; Nutzer erhalten die clientseitig gerenderte Versionnur in der Version für Crawlerlaut Google ein Workaround und keine dauerhafte Lösung; gilt nicht als Cloaking, solange Nutzer und Crawler ähnliche Inhalte sehen

Als Ersatz für Dynamic Rendering nennt Google Server-Side Rendering, statisches Rendering und Hydration. Der ältere web.dev-Artikel „Rendering on the Web“ bezeichnet Dynamic Rendering noch als erwägenswerte Option; die Tabelle folgt der aktuellen Google-Search-Central-Doku. ISR ist kein Webstandard, die Beschreibung stammt aus der Next.js-Dokumentation. Prerendering hat im Sprachgebrauch weitere Bedeutungen; hier ist die Definition von web.dev gemeint. Quellen: web.dev: Rendering on the Web; Google Search Central: Understand JavaScript SEO basics (last updated 2026-03-04); Google Search Central: Dynamic rendering as a workaround (last updated 2025-12-10); Next.js Docs: How to implement Incremental Static Regeneration (ISR). Stand: .

Wo das HTML entsteht: CSR, SSR, SSG und Dynamic RenderingVier Zeilen zeigen, wo der Inhalt einer Seite entsteht. Bei CSR schickt der Server eine leere HTML-Hülle, erst JavaScript im Browser baut den Inhalt. Bei SSR rendert der Server das HTML bei jeder Anfrage, Hydration macht es im Browser interaktiv. Bei SSG entsteht das HTML schon beim Build. Dynamic Rendering liefert Crawlern fertiges HTML und Nutzern die JavaScript-Version; Google nennt das einen Workaround.SERVERERSTE HTML-ANTWORTBROWSERCSRClient-SideRenderingschickt HTML-Hülleund JavaScript<div id="app">ohne InhaltJavaScript bautden InhaltSSRServer-SideRenderingrendert HTMLbei jeder AnfrageInhalt stehtim HTMLHydration machtdie Seite interaktivSSGStatic RenderingPrerenderingHTML entstehtschon beim BuildInhalt stehtim HTMLzeigt HTML sofort,Hydration möglichDynamicRenderingWorkarounderkennt Crawler,rendert nur für sieCrawler: HTMLNutzer: leere Hüllebei Nutzern bautJavaScript den InhaltSchematisch. Google rendert JavaScript in einem eigenen Schritt nach dem Crawlen.Nicht alle Bots führen JavaScript aus.
ISR ist im Diagramm nicht eingezeichnet. Hervorgehoben ist die statische Erzeugung beim Build, auf der ISR aufbaut (Einschätzung). Quellen: web.dev: Rendering on the Web; Google Search Central: Grundlagen von JavaScript-SEO; Google Search Central: Dynamisches Rendering als Behelfslösung.

Bedeutung für SEO

Crawler erhalten fertiges HTML, sofern die Seite im Cache liegt (Einschätzung). Inhalte können nach einer Änderung bis zur nächsten Regeneration veraltet bleiben, auch für Googlebot.

Beispiel

JavaScript
export const revalidate = 3600;

Next.js regeneriert die Seite frühestens eine Stunde nach der letzten Erzeugung, ausgelöst durch die nächste Anfrage.

Quellen

  1. Incremental Static Regeneration (ISR) – Next.js Docsnextjs.org

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