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Täuschung & Manipulation

Irreführende Weiterleitungen (Sneaky Redirects)

Auch genannt: Sneaky Redirects, Sneaky Redirecting

Irreführende Weiterleitungen (Sneaky Redirects) leiten Nutzer oder Suchmaschinen absichtlich auf Inhalte um, die sie nicht erwarten, oder zeigen beiden Seiten unterschiedliche Inhalte. Google zählt das zu den Spam-Praktiken.

Was Google dazu sagt

Google definiert Sneaky Redirecting als den böswilligen Einsatz von Weiterleitungen, um Nutzern und Suchmaschinen unterschiedliche Inhalte zu zeigen oder Nutzern unerwartete Inhalte anzuzeigen. Als Beispiel nennt die Richtlinie Desktop-Nutzer, die die normale Seite sehen, während mobile Besucher auf einer fremden Spam-Domain landen.

Weiterleitungen sind für sich unproblematisch. Google nennt als legitime Fälle den Umzug auf eine neue Adresse, das Zusammenlegen mehrerer Seiten und die Weiterleitung eingeloggter Nutzer auf eine interne Seite. Entscheidend ist also die Absicht. Technisch kann ein Sneaky Redirect über Serverregeln, meta refresh oder JavaScript laufen.

Häufig steckt eine gehackte Website dahinter, auf der Angreifer betrügerische Weiterleitungen eingebaut haben.

Weiterleitungen im Vergleich
ArtDauerhaft oder temporär?AnfragemethodeWirkung in GoogleWie sicher erkennt Google sie?
301 Moved PermanentlydauerhaftPOST darf beim Folgen zu GET werdenSignal, dass das Ziel die kanonische URL werden sollam sichersten (serverseitig)
308 Permanent Redirectdauerhaftbleibt erhaltenwie 301am sichersten (serverseitig)
302 FoundtemporärPOST darf beim Folgen zu GET werdenkein Signal für das Ziel; es kann über andere Signale trotzdem indexiert werdenam sichersten (serverseitig)
307 Temporary Redirecttemporärbleibt erhaltenwie 302am sichersten (serverseitig)
Meta-Refresh ohne Verzögerung (0 s)dauerhaft– (Weiterleitung im HTML, kein 3xx-Statuscode)wie 301nach den serverseitigen Weiterleitungen
Meta-Refresh mit Verzögerung (> 0 s)temporär– (Weiterleitung im HTML, kein 3xx-Statuscode)wie 302nach den serverseitigen Weiterleitungen
JavaScript (location)dauerhaft– (Weiterleitung im Browser)wie 301, aber nur, wenn Google die Seite rendertam unsichersten: schlägt das Rendering fehl, sieht Google sie nie

Google sortiert die Arten danach, wie sicher es sie richtig deutet: serverseitige Weiterleitungen zuerst, JavaScript zuletzt. Die Angaben zur Anfragemethode stammen aus RFC 9110 (Abschnitt 15.4). Quellen: Google Search Central: Redirects and Google Search (last updated 2026-04-14); Google Search Central: How to specify a canonical URL (redirects as canonical signal); RFC 9110: HTTP Semantics, 15.4 Redirection 3xx. Stand: .

Beispiel

Ein eingeschleustes Skript leitet nur Besucher um, die aus der Google-Suche kommen. Der Betreiber ruft die Seite direkt auf und bemerkt nichts:

HTML
<script>
if (document.referrer.includes("google.")) {
  location.href = "https://spam.example/";
}
</script>

Quellen

  1. Spam-Richtlinien: Sneaky redirects – Google Search Centraldevelopers.google.com
  2. Spam-Richtlinien: gehackte Inhalte, Abschnitt Deutschdevelopers.google.com
  3. Redirects and Google Search – Google Search Centraldevelopers.google.com

Stand: