Die Klickrate (englisch Click-Through-Rate, kurz CTR) gibt an, welcher Anteil der Menschen, die einen Link, eine Anzeige oder ein Suchergebnis sehen, auch darauf klickt. Berechnet wird sie als Klicks geteilt durch Impressionen, meist in Prozent angegeben.
Auf einen Blick
- Art
- Kennzahl
- Formel
- Klicks ÷ Impressionen, meist in Prozent
- Genutzt in
- Google Search Console (Leistungsbericht), Google Ads
Stand:
Wie wird die Klickrate berechnet?
Die Formel ist in allen Kanälen gleich:
CTR = Klicks / Impressionen × 100
Wird ein Suchergebnis 2.000-mal angezeigt und 60-mal angeklickt, liegt die CTR bei 3 Prozent.
Was als Impression und was als Klick zählt, legt jede Plattform selbst fest. Deshalb lassen sich CTR-Werte aus verschiedenen Tools nur eingeschränkt vergleichen.
Klickrate in der Google Search Console
Im Leistungsbericht der Search Console ist ein Klick jeder Klick, der von Google auf die eigene Website führt. Eine Impression zählt laut Google in der Regel, sobald ein Ergebnis auf der aktuell geladenen Ergebnisseite steht, auch wenn niemand bis dorthin scrollt. Ausnahmen gelten für Karussells und Ergebnisse mit endlosem Scrollen, etwa in der Bildersuche. Dort muss das Element tatsächlich ins Bild gescrollt werden.
Ein Ergebnis weit unten auf der ersten Seite kann als Impression zählen, ohne dass es jemand gesehen hat. Das drückt die CTR für hintere Positionen. Auch Elemente oberhalb der organischen Treffer, etwa Anzeigen, Featured Snippets oder Übersichten mit KI, beeinflussen, wie viele Menschen bis zu einem Ergebnis kommen. Die Werte dazu stammen aus Studien Dritter und schwanken je nach Branche und Suchanfrage.
Klickrate in der Werbung
In Google Ads beschreibt die CTR, wie oft Personen, die eine Anzeige oder einen kostenlosen Produkteintrag sehen, darauf klicken. Google nutzt die erwartete Klickrate dort als einen Bestandteil des Anzeigenrangs.
Beispiel
Eine Ratgeberseite steht für eine Suchanfrage auf Position 3. Die Search Console meldet im Monat 12.000 Impressionen und 240 Klicks, das entspricht einer CTR von 2 Prozent. Nach einer Überarbeitung von Seitentitel und Meta Description steigt sie bei gleicher Position auf 3,1 Prozent. Ob die Änderung die Ursache war, zeigt erst der Vergleich über mehrere Wochen, weil Saison und SERP-Layout ebenfalls schwanken. (Beispiel mit erfundenen Zahlen.)
Häufige Fehler
- Prozentwerte mitteln. Google berechnet die durchschnittliche CTR als Klicks geteilt durch Impressionen. Wer stattdessen die CTR-Werte einzelner Seiten mittelt, gewichtet eine Seite mit 50 Impressionen genauso wie eine mit 50.000.
- Diagramm und Tabelle gleichsetzen. Das Diagramm im Leistungsbericht zählt nach Property, die Tabelle nach Seite, sobald nach Seiten gruppiert wird. Laut Google weichen die Summen deshalb manchmal voneinander ab, und damit auch die CTR.
- Vorläufige Daten auswerten. Die neuesten Tage sind laut Google teils vorläufig und können sich in den nächsten Stunden noch ändern. Im Diagramm sind sie gestrichelt markiert.
Häufige Fragen
Wie berechnet man die Klickrate? Klicks durch Impressionen teilen und mit 100 multiplizieren.
Was ist ein guter CTR-Wert? Einen allgemeingültigen Wert gibt es nicht. Die CTR hängt von Position, Suchintention, Marke und den Elementen in der Ergebnisseite ab. Sinnvoller ist der Vergleich mit den eigenen Werten für ähnliche Seiten und Positionen.
Quellen
- Leistungsbericht (Suchergebnisse) – Search Console-Hilfesupport.google.com
- Klickrate (CTR) – Google Ads-Hilfesupport.google.com
- Leistungsbericht (Suchergebnisse) – Search Console-Hilfe (Aggregation, vorläufige Daten)support.google.com
Stand: