PageRank Sculpting ist ein historisches SEO-Verfahren. Dabei wurden interne Links mit rel="nofollow" versehen, um PageRank gezielt auf wichtige Seiten zu lenken. Es funktioniert seit einer Änderung bei Google, die um 2008 stattfand, nicht mehr wie beabsichtigt.
Was damals gedacht war
Die Annahme lautete, dass ein Link mit nofollow keinen PageRank weitergibt und die verbleibenden Links deshalb mehr erhalten. Wer etwa Impressum und Login mit nofollow auszeichnete, wollte die Stärke auf Produkt- und Kategorieseiten konzentrieren.
Was heute gilt
Matt Cutts schrieb am 15. Juni 2009, Google habe die Berechnung angepasst. Links mit nofollow zählen bei der Verteilung des PageRank weiterhin mit, der Anteil geht dann ins Leere. Cutts riet davon ab, Sculpting zu betreiben, und verwies auf gute Inhalte und eine sinnvolle Seitenarchitektur. Bei wenigen Seiten wie Warenkorb oder Login hielt er nofollow für vertretbar, weil sie für jeden Nutzer anders aussehen und in der Suche wenig nützen.
Seit September 2019 behandelt Google nofollow außerdem als Hinweis und nicht mehr als strikte Anweisung. Zusätzlich gibt es die Attribute rel="sponsored" und rel="ugc".
Wie Google nofollow-Links heute bei der Verteilung von PageRank berücksichtigt, ist öffentlich nicht dokumentiert. Die Google-Hilfe zu den rel-Attributen beschreibt nur, dass solche Links in der Regel nicht verfolgt werden.
Beispiel
<!-- früher: Impressum mit nofollow, damit mehr PageRank auf die Kategorie fließt -->
<a href="/impressum/" rel="nofollow">Impressum</a>
Das Ergebnis dieses Markups ändert an der Verteilung nichts zugunsten anderer Links.
Quellen
- PageRank Sculpting – Matt Cutts, 15.06.2009mattcutts.com
- Evolving nofollow – new ways to identify the nature of links – Google Search Central Blog, 09/2019developers.google.com
- Outbound-Links qualifizieren (nofollow, sponsored, ugc) – Google Search Centraldevelopers.google.com
Stand: