Die Top-Level-Domain (TLD) ist der letzte Teil eines Domainnamens, hinter dem letzten Punkt. In www.example.de ist .de die TLD. Sie steht in der Hierarchie des Domain Name Systems ganz oben.
Auf einen Blick
- Art
- Domainendung, letzter Teil des Domainnamens
- Wirkt auf
- Länderbezug (bei ländercodierten TLDs)
- Werte
.com,.de,.org,.edu
Stand:
Welche Arten von TLDs gibt es?
Die Root Zone Database der IANA, die die Delegation aller TLDs dokumentiert, unterscheidet fünf Typen.
- Country-code (ccTLD) gehören zu Ländern oder Regionen, zum Beispiel
.de,.froder.uk. - Generic (gTLD) sind allgemein nutzbar, etwa
.com,.orgoder.net. - Generic-restricted sind generische TLDs mit Einschränkungen, zum Beispiel
.biz. - Sponsored (sTLD) gehören zu Gemeinschaften, etwa
.eduoder.gov. - Infrastructure dient technischen Zwecken, bekannt ist
.arpa.
Was bedeutet die TLD für SEO?
Nach Google zeigen ländercodierte TLDs wie .de deutlich, dass sich eine Website an ein bestimmtes Land richtet. Bei generischen TLDs wie .com oder .org liefert die Endung kein Länder-Signal. Google behandelt auch .eu und .asia als generische regionale TLDs, nicht als Länder-Signal. Einzelne Länderendungen, etwa .co, wertet Google ebenfalls als generisch.
Die Wahl der TLD ist bei mehrsprachigen Websites eine Strukturentscheidung. Zur Auswahl stehen eigene Länder-TLDs, Subdomains oder Unterverzeichnisse, jede Variante hat Vor- und Nachteile.
| Struktur | Beispiel | Zielland erkennbar? | Vorteile laut Google | Nachteile laut Google |
|---|---|---|---|---|
| Länderdomain (ccTLD) | example. | ja, starkes Signal für Nutzer und Suchmaschinen | klare geografische Ausrichtung, Serverstandort unerheblich, Websites leicht zu trennen | teuer und teils schwer verfügbar, mehr Infrastruktur, teils strenge Vergaberegeln, nur ein Land |
| Subdomain auf gTLD | de. | aus der URL allein nicht immer erkennbar (steht „de“ für Sprache oder Land?) | einfach einzurichten, verschiedene Serverstandorte möglich, Websites leicht zu trennen | Nutzer erkennen die Ausrichtung nicht immer an der URL |
| Unterverzeichnis auf gTLD | example. | aus der URL allein nicht immer erkennbar | einfach einzurichten, wenig Pflege (derselbe Host) | Nutzer erkennen die Ausrichtung nicht immer an der URL, nur ein Serverstandort, Bereiche schwerer zu trennen |
| URL-Parameter | example. | aus der URL allein nicht immer erkennbar | – (von Google nicht empfohlen) | Aufteilung nach URL schwierig, Nutzer erkennen die Ausrichtung nicht immer an der URL |
Generische Endungen wie .com oder .org haben keinen Länderbezug. Auch .eu, .asia und einige Länderendungen wie .io, .ai, .me oder .tv behandelt Google als generisch. Die Länderausrichtung in der Search Console (Bericht „Internationale Ausrichtung“) gibt es nicht mehr. Ausrichten lässt sich eine Website auf gTLD heute über länderbezogene URLs und hreflang (in Tags, Headern oder Sitemaps). Daneben wertet Google den Serverstandort und weitere Signale wie lokale Adressen, Sprache und Währung aus. Quellen: Google Search Central: Managing multi-regional and multilingual sites (last updated 2025-12-10); Search Console Help: International Targeting report (deprecated). Stand: .
Beispiel
| Adresse | TLD | Art |
|---|---|---|
| www.example.de | .de | country-code |
| www.example.com | .com | generic |
| www.example.edu | .edu | sponsored |
Häufige Fehler
- Länderendungen wie
.iooder.coals Länder-Signal behandeln. Google zählt unter anderem.ad,.ai,.co,.io,.meund.tvzu den generischen TLDs. .euoder.asiafür die Länderausrichtung einplanen. Google behandelt beide wie.comoder.org. Das Land muss dann über andere Signale wie hreflang erkennbar werden.
Häufige Fragen
Was ist die TLD von Deutschland?
.de.
Was ist der Unterschied zwischen TLD und Domain?
Die TLD ist nur die Endung. Die Domain besteht aus Name und TLD, hier example.de.
Quellen
- Root Zone Database – IANAiana.org
- Verwaltung mehrsprachiger und mehrregionaler Websites – Google Search Centraldevelopers.google.com
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