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URLs & Domains

Unterverzeichnis (Subdirectory)

Auch genannt: Subdirectory, Subfolder, Unterordner

Ein Unterverzeichnis (englisch Subdirectory oder Subfolder) ist ein Pfadabschnitt in einer URL, der Inhalte unter derselben Domain gruppiert, zum Beispiel /blog/ in beispiel.de/blog/. Mit „Unterverzeichnis“ ist hier die URL-Struktur einer Website gemeint, nicht der Ordner auf einem Rechner.

Auf einen Blick

Art
Pfadabschnitt einer URL unter derselben Domain
Wirkt auf
URL-Struktur, gleicher Host wie die Hauptdomain
Genutzt in
Blog, Shop, Hilfebereich, Sprachversionen
Werte
/blog/, /de/

Stand:

Unterverzeichnis oder Subdomain?

Die Alternative zum Unterverzeichnis ist die Subdomain, bei der der Bereich vor dem Domainnamen steht (blog.beispiel.de). Beide Varianten kommen oft für Blog, Shop, Hilfebereich oder Sprachversionen zum Einsatz.

Google nennt in der Doku zu mehrregionalen Websites beide Varianten als Möglichkeit. Als Vorteil von Unterverzeichnissen führt sie auf, dass sie einfach einzurichten sind und wenig Pflege erfordern, weil alles auf demselben Host liegt. Subdomains erlauben unterschiedliche Serverstandorte und lassen Bereiche leichter voneinander trennen. Wichtig ist laut Google, Sprach- und Länderversionen eindeutig zu kennzeichnen, etwa mit hreflang.

Laut Search Engine Journal sagte John Mueller 2018 in einem Hangout, Google sehe beide „in general“ gleich, er persönlich würde Zusammengehöriges möglichst zusammenhalten. Subdomains sieht er für Bereiche, die sich vom Rest deutlich unterscheiden.

URL-Strukturen für Länderversionen im Vergleich
StrukturBeispielZielland erkennbar?Vorteile laut GoogleNachteile laut Google
Länderdomain (ccTLD)example.deja, starkes Signal für Nutzer und Suchmaschinenklare geografische Ausrichtung, Serverstandort unerheblich, Websites leicht zu trennenteuer und teils schwer verfügbar, mehr Infrastruktur, teils strenge Vergaberegeln, nur ein Land
Subdomain auf gTLDde.example.comaus der URL allein nicht immer erkennbar (steht „de“ für Sprache oder Land?)einfach einzurichten, verschiedene Serverstandorte möglich, Websites leicht zu trennenNutzer erkennen die Ausrichtung nicht immer an der URL
Unterverzeichnis auf gTLD (dieser Begriff)example.com/de/aus der URL allein nicht immer erkennbareinfach einzurichten, wenig Pflege (derselbe Host)Nutzer erkennen die Ausrichtung nicht immer an der URL, nur ein Serverstandort, Bereiche schwerer zu trennen
URL-Parameterexample.com?loc=deaus der URL allein nicht immer erkennbar– (von Google nicht empfohlen)Aufteilung nach URL schwierig, Nutzer erkennen die Ausrichtung nicht immer an der URL

Generische Endungen wie .com oder .org haben keinen Länderbezug. Auch .eu, .asia und einige Länderendungen wie .io, .ai, .me oder .tv behandelt Google als generisch. Die Länderausrichtung in der Search Console (Bericht „Internationale Ausrichtung“) gibt es nicht mehr. Ausrichten lässt sich eine Website auf gTLD heute über länderbezogene URLs und hreflang (in Tags, Headern oder Sitemaps). Daneben wertet Google den Serverstandort und weitere Signale wie lokale Adressen, Sprache und Währung aus. Quellen: Google Search Central: Managing multi-regional and multilingual sites (last updated 2025-12-10); Search Console Help: International Targeting report (deprecated). Stand: .

Aufbau einer URLDie Beispiel-URL https://shop.example.de/schuhe/sneaker/?farbe=rot&seite=2#bewertungen in Teilen: Protokoll https, Host shop.example.de mit Subdomain shop, Domain example.de und Top-Level-Domain de, Pfad /schuhe/sneaker/ mit abschließendem Schrägstrich, Query-String mit zwei Parametern farbe=rot und seite=2, Fragment bewertungen. Das Fragment wird nicht an den Server geschickt.Trailing Slashhttps://shop.example.de/schuhe/sneaker/?farbe=rot&seite=2#bewertungenProtokollHostPfadQuery-StringFragmentSubdomainDomainParameterParameterTLDländerspezifisch: ccTLDbleibt im Browser, wird nichtan den Server geschicktSchematisch. Protokoll (scheme), Host, Pfad, Query und Fragment sind Bestandteile nach RFC 3986.Subdomain, Domain und TLD gliedern den Host nach DNS-Ebenen. Ohne Port gilt bei https Port 443.
Eine URL in ihren Teilen. Protokoll, Host, Pfad, Query-String und Fragment definiert RFC 3986. Das Fragment hinter # wertet nur der Browser aus, es geht nicht an den Server. Quellen: RFC 3986: Uniform Resource Identifier (URI), Generic Syntax; MDN: Was ist eine URL?; MDN Glossar: TLD.

Was sich technisch unterscheidet

Die robots.txt gilt nur für den Host, auf dem sie liegt. Jede Subdomain braucht deshalb eine eigene Datei. Ein Unterverzeichnis erbt die Regeln der Hauptdomain, kann aber über einzelne Disallow-Regeln gezielt gesteuert werden.

Beispiel

Code
Unterverzeichnis:  https://beispiel.de/blog/seo-tipps/
Subdomain:         https://blog.beispiel.de/seo-tipps/

Häufige Fehler

  • Umzug von Subdomain zu Unterverzeichnis (oder umgekehrt) ohne 301-Weiterleitungen.
  • Subdomains ohne eigene robots.txt oder XML-Sitemap.
  • Mehrere Bereiche ohne klares Konzept verteilt auf Subdomains und Verzeichnisse.

Quellen

  1. Mehrsprachige und mehrregionale Websites verwalten – Google Search Centraldevelopers.google.com
  2. robots.txt-Spezifikationen – Google Search Centraldevelopers.google.com
  3. Google treats subdomains and subdirectories the same, John Mueller says – Search Engine Journal (25.05.2018)searchenginejournal.com
  4. Website-Umzug mit URL-Änderungen – Google Search Centraldevelopers.google.com

Stand: