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Traffic-Einbruch

Auch genannt: Traffic-Einbruch analysieren, Traffic-Verlust

Ein Traffic-Einbruch ist ein deutlicher Rückgang der Besucherzahlen einer Website. Im SEO-Kontext ist meist der organische Traffic aus der Suche gemeint. Die Ursache lässt sich eingrenzen, indem Zeitpunkt, betroffene Seiten und Quellen miteinander verglichen werden.

Mögliche Ursachen

Google nennt in seiner Dokumentation zur Analyse von Traffic-Rückgängen mehrere Kategorien:

  • technische Probleme beim Crawling, bei der Indexierung oder der Auslieferung, etwa Serverausfälle, robots.txt-Fehler oder 404-Fehler
  • algorithmische Änderungen, zum Beispiel durch Core Updates
  • Sicherheitsprobleme und Verstöße gegen die Spam-Richtlinien, auch mit manuellen Maßnahmen
  • Saisonalität und verändertes Nutzerinteresse
  • Website-Umzüge, bei denen sich URLs ändern

Wie die Analyse beginnt

Google empfiehlt, in der Search Console einen langen Zeitraum von 16 Monaten zu betrachten, um saisonale Muster zu erkennen, und Vergleichszeiträume wie das Vorjahr heranzuziehen. Geprüft werden die Berichte zu Leistung, Crawling-Statistiken, Indexierung und Sicherheitsproblemen sowie die Verteilung nach Suchanfragen, URLs, Ländern und Geräten. Google Trends zeigt, ob die Nachfrage branchenweit gesunken ist.

Bleiben die Impressionen stabil und sinken nur die Klicks, nennt Google Seitentitel und Snippet sowie ansprechendere Rich Results anderer Websites als mögliche Gründe. Auch Suchergebnisse mit KI-Antworten können Klicks kosten (Einschätzung, keine Google-Aussage).

Eine falsch gesetzte noindex-Angabe wirkt laut Google langsamer, weil sie erst greift, wenn Google die Seite erneut crawlt.

Beispiel (fiktiv)

Die Klicks auf Kategorieseiten eines Shops fallen ab einem Montag. Die Crawling-Statistiken zeigen seit demselben Tag mehr 5xx-Antworten, und am Wochenende lief ein Release. Die Ursache liegt damit sehr wahrscheinlich im Deployment.

Normalbereich, Ausreißer, Fehlalarm (Beispieldaten, erfunden)Liniendiagramm mit erfundenen Beispieldaten über 56 Tage, als Index (100 = üblicher Werktag). Ein Erwartungsband zeigt den Normalbereich je Wochentag, an Wochenenden liegt er niedriger. Die Linie schwankt meist innerhalb des Bandes, das ist normales Rauschen. An Tag 24, einem Feiertag, fällt der Wert unter das Band. Das löst eine Meldung aus, obwohl die Ursache bekannt ist. Es handelt sich um einen Fehlalarm. Ab Tag 44 fällt der Wert deutlich und bleibt unter dem Band. Das ist ein echter Einbruch und ein berechtigter Alarm. Die untere Bandgrenze dient als Schwelle.Beispieldaten, erfundenErwartungsbandMesswertAlarmFehlalarmIndex(100 = üblicher Werktag)6080100120Tag 1Tag 14Tag 28Tag 42Tag 56untere Grenze= Schwellenormales Rauschen im BandTag 24, Feiertag: unter dem Band,Ursache bekannt → Fehlalarmab Tag 44: deutlich undanhaltend unter dem Band→ AlarmErfundene Werte zur Veranschaulichung. Band = erwarteter Wert je Wochentag ± Toleranz.Beispieldaten, erfunden.
Erfundene Beispieldaten. Ein Messwert schwankt meist innerhalb des erwarteten Bereichs. Ein Feiertag fällt aus dem Band und löst einen Fehlalarm aus, ein anhaltender Einbruch einen berechtigten Alarm. Beispiel aus der Praxis, kein Standardverfahren. Schematische Darstellung.

Quellen

  1. Debugging drops in Google Search traffic – Google Search Centraldevelopers.google.com
  2. Ranking-Systeme von Google – Google Search Centraldevelopers.google.com

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