Der Web Rendering Service (WRS) ist die Komponente der Google-Suche, die Seiten mit einem Headless Chromium rendert und dabei JavaScript ausführt. Der Dienst arbeitet nach dem Crawling und liefert das gerenderte HTML für die Indexierung.
Wie funktioniert das Rendering bei Google?
Googlebot ruft zuerst die URL ab. Seiten mit dem Statuscode 200 kommen in eine Warteschlange fürs Rendering, außer ein Robots-Meta-Tag oder Header verbietet die Indexierung. Sobald Google über Kapazität verfügt, rendert ein Headless Chromium die Seite und führt das JavaScript aus. Die Wartezeit kann wenige Sekunden betragen, aber auch länger dauern. Beim Rendern vereinigt Google den Shadow DOM mit dem normalen DOM. Google nutzt eine aktuelle Chromium-Version (evergreen).
Dateien oder Seiten, die per robots.txt gesperrt sind, rendert Google nicht. Laut Google lädt der WRS jede URL wie ein normaler Browser und folgt Weiterleitungen, behält aber keinen Zustand über Seitenaufrufe hinweg. Local Storage, Session Storage und Cookies werden gelöscht. Googlebot und WRS laden außerdem unter Umständen Ressourcen nicht, die nicht zum wesentlichen Seiteninhalt beitragen, etwa Analytics-Aufrufe.
Beispiel
Ein Shop lädt Produkttexte per JavaScript aus einer API unter /api/. Ist dieser Pfad in der robots.txt gesperrt, fehlen die Texte im gerenderten HTML. Die URL-Prüfung der Search Console zeigt das gerenderte HTML und macht den Unterschied sichtbar.
Google empfiehlt für die Kontrolle die URL-Prüfung oder den Test für Rich-Suchergebnisse.
Mehr dazu im searchVIU-Blog
Quellen
- JavaScript SEO Basics – Google Search Centraldevelopers.google.com
- Fix Search-related JavaScript problems – Google Search Centraldevelopers.google.com
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