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Richtlinien & Grundbegriffe

Webspam

Auch genannt: SEO-Spam, Suchmaschinen-Spamming

Webspam (auch SEO-Spam) bezeichnet Techniken, die Suchergebnisse manipulieren oder Nutzer täuschen, statt ihnen zu helfen. Gemeint ist hier die Suchmaschinen-Bedeutung. Mit unerwünschten E-Mails hat der Begriff nichts zu tun.

Was zählt als Webspam?

Google beschreibt in den Spam-Richtlinien für die Websuche, welche Praktiken als Spam gelten. Dazu zählen unter anderem Cloaking, Doorway-Seiten, versteckter Text und Links, Keyword Stuffing, Link-Spam, Scraping, Sneaky Redirects, Scaled Content Abuse und Missbrauch der Reputation einer Website durch Drittanbieter-Inhalte. Auch Malware und gehackte Inhalte stehen auf der Liste.

Zwei Entstehungswege lassen sich unterscheiden. Betreiber setzen Spam selbst ein, um Rankings zu beeinflussen. Oder Angreifer schleusen ihn über Sicherheitslücken in fremde Websites ein, zum Beispiel als versteckte Links oder tausende generierte Seiten. Das BSI beschreibt außerdem SEO-Poisoning: Kriminelle bringen präparierte Seiten per Suchmaschinenoptimierung nach oben, um Phishing oder Schadsoftware zu verbreiten.

Wie reagiert Google?

Google erkennt Spam nach eigenen Angaben mit automatischen Systemen wie SpamBrain und mit manueller Prüfung. Folgen sind eine schlechtere Platzierung oder die Entfernung aus den Suchergebnissen. Bei manuellen Maßnahmen informiert Google über die Search Console.

Beispiel

Ein typischer Fall auf einer gehackten Website ist ein Block mit versteckten Links, den Besucher nicht sehen:

HTML
<div style="position:absolute; left:-9999px">
  <a href="https://spam.example/billig-uhren">Billig Uhren kaufen</a>
</div>

Solche Einschübe stehen oft nur im Code und fallen erst bei einer Quelltext-Prüfung oder in der Search Console auf, etwa durch fremde Suchbegriffe in den Leistungsdaten.

Häufige Fragen

Ist jede aggressive SEO-Maßnahme Spam? Nein. Maßgeblich ist, ob eine Praxis die Suchergebnisse manipulieren soll. Google führt die Kategorien in den Spam-Richtlinien einzeln auf.

Was tun bei einer gehackten Website? Die Lücke schließen, Schadcode entfernen und bei einer manuellen Maßnahme eine erneute Prüfung beantragen. Details nennt Google in der Dokumentation zu gehackten Websites.

Quellen

  1. Spam-Richtlinien für die Google Websuche – Google Search Centraldevelopers.google.com
  2. Spam-Updates der Google Suche (SpamBrain) – Google Search Centraldevelopers.google.com
  3. SEO-Poisoning – Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnikbsi.bund.de

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