English
GEO-Grundbegriffe

GEO-Audit

Auch genannt: KI-Sichtbarkeits-Audit, AI Visibility Audit, KI-Sichtbarkeits-Check

Ein GEO-Audit ist eine Bestandsaufnahme, ob und wie eine Website in KI-Antworten von Systemen wie ChatGPT, Gemini oder Google AI Overviews vorkommt und ob technische und inhaltliche Voraussetzungen dafür gegeben sind. GEO steht für Generative Engine Optimization. Ein einheitlicher Standard für den Ablauf existiert nicht, Anbieter legen den Umfang selbst fest.

Was wird in einem GEO-Audit geprüft?

Die Beschreibungen von Agenturen überschneiden sich in mehreren Punkten:

  • Zugriff für KI-Crawler: Regeln in der robots.txt, zum Beispiel für GPTBot oder OAI-SearchBot. OpenAI unterscheidet dabei Training und Suche (GPTBot und OAI-SearchBot), deshalb ist die Sperrung einzelner Bots getrennt zu bewerten.
  • Technische Grundlagen: Crawlbarkeit, Rendering, Indexierung, strukturierte Daten, teils auch die Datei llms.txt.
  • Inhalte: In sich verständliche Abschnitte, belegte Fakten, sichtbare Autoren und Quellen.
  • Sichtbarkeit in Antworten: Welche Fragen (Prompts) die Marke nennen und welche Wettbewerber auftauchen.
  • Marken- und Entitätsdaten: Konsistenz von Firmenangaben in Wikipedia, Wikidata, Knowledge Panel und Branchenverzeichnissen.

Der Umfang schwankt von einem automatisierten Check bis zu einem mehrwöchigen Projekt mit manueller Analyse.

Was sagt Google zu Anforderungen?

Für AI Overviews und AI Mode nennt Google in der Search-Central-Dokumentation keine zusätzlichen Anforderungen. Wer die Grundlagen der Suche erfüllt, ist technisch passend aufgestellt. Ein GEO-Audit überschneidet sich deshalb stark mit einem technischen SEO-Audit und ergänzt es um die Messung in Antwortsystemen.

Beispiel

Ein Audit stellt fest, dass die robots.txt den OAI-SearchBot aussperrt, obwohl der Betreiber in ChatGPT erscheinen möchte. Gleichzeitig nennt keine der getesteten Antworten zu 20 Branchenfragen die Marke, während zwei Wettbewerber mehrfach auftauchen. Aus beidem ergeben sich zwei getrennte Maßnahmen, eine technische und eine inhaltliche.

Checkliste

  • Die wichtigen Seiten sind indexiert und für Snippets zugelassen. Das nennt Google als Voraussetzung für AI Overviews und AI Mode.
  • Die robots.txt regelt GPTBot (Training) und OAI-SearchBot (ChatGPT-Suche) getrennt, denn OpenAI behandelt beide Bots unabhängig voneinander.
  • Der OAI-SearchBot ist nicht gesperrt, wenn die Seite in ChatGPT-Suchantworten erscheinen soll. Gesperrte Seiten erscheinen laut OpenAI höchstens als Navigationslink.
  • Nach einer Änderung der robots.txt sind bei OpenAI etwa 24 Stunden bis zur Wirkung einzuplanen.
  • Für Google gilt: Neue maschinenlesbare Dateien, spezielles Markup oder Markdown sind laut Google-Dokumentation nicht nötig. Eine llms.txt ist daher kein Prüfpunkt für Google.
  • Praxiserfahrung: Ein festes Set aus 20 bis 50 realen Kundenfragen wird regelmäßig abgefragt. Notiert werden Datum, System, genannte Marken und verlinkte Quellen.
  • Praxiserfahrung: Firmenangaben auf der eigenen Website, im Handelsregister, in Verzeichnissen und Profilen werden auf Widersprüche verglichen.

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich ein GEO-Audit vom SEO-Audit? Das SEO-Audit bewertet Rankings, Technik und Inhalte für klassische Suchergebnisse. Das GEO-Audit ergänzt die Frage, ob und wie KI-Systeme die Marke in Antworten nennen.

Wie oft sollte ein GEO-Audit wiederholt werden? Dafür gibt es keine belastbare Vorgabe. Antworten von KI-Systemen ändern sich, deshalb nutzen manche Teams laufendes Tracking.

Quellen

  1. KI-Funktionen und deine Website – Google Search Centraldevelopers.google.com
  2. OpenAI-Crawler und User-Agents – OpenAI Docsdevelopers.openai.com
  3. GEO-Audit: 10 Punkte – medienpark (Anbieterbeschreibung)medienpark.net
  4. GEO-Audit – Löwenstark (Anbieterbeschreibung)loewenstark.com
  5. GEO SEO Audit – Hecht ins Gefecht (Anbieterbeschreibung)hechtinsgefecht.de
  6. Optimierung für generative KI-Funktionen – Google Search Centraldevelopers.google.com

Stand: