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Eine IP-Adresse ist die Adresse eines Geräts in einem Netzwerk, das das Internet Protocol nutzt. Mit ihr werden Datenpakete vom Absender zum Empfänger geleitet. Auch Webserver und Crawler wie der Googlebot haben IP-Adressen.

Wie sind IP-Adressen aufgebaut?

  • IPv4 besteht aus 32 Bit, geschrieben als vier Dezimalzahlen mit Punkten, etwa 192.0.2.42. Das ergibt rund 4,3 Milliarden mögliche Adressen.
  • IPv6 besteht aus 128 Bit in hexadezimaler Schreibweise, etwa 2001:db8:85a3::8a2e:370:7344. Das ergibt etwa 3,4 mal 10 hoch 38 Adressen.

Öffentliche Adressen sind im Internet erreichbar. Private Bereiche wie 10.0.0.0/8 oder 192.168.0.0/16 sind lokalen Netzen vorbehalten. Statische Adressen werden manuell festgelegt, wie bei Servern üblich. Dynamische Adressen vergibt meist per DHCP der Anbieter, wie bei Privatanschlüssen. IANA verteilt Adressblöcke an fünf regionale Registries, die sie an Anbieter weitergeben.

Wozu brauchen SEOs IP-Adressen?

In Logfiles taucht pro Anfrage die IP des Clients auf. IP-Adressen können personenbezogene Daten sein (EuGH, Urteil vom 19.10.2016, C-582/14, Breyer). Keine Rechtsberatung. Weil sich der User-Agent fälschen lässt, empfiehlt Google zur Prüfung des Googlebots zwei Wege. Beim ersten wird per Reverse-DNS der Hostname der IP abgefragt, der auf googlebot.com, google.com oder googleusercontent.com enden muss, und danach per Forward-DNS bestätigt, dass die IP übereinstimmt. Beim zweiten wird die IP mit den von Google veröffentlichten JSON-Listen verglichen, die Bereiche im CIDR-Format enthalten.

Beispiel

Text
66.249.66.1  -->  Reverse-DNS  -->  crawl-66-249-66-1.googlebot.com
crawl-66-249-66-1.googlebot.com  -->  Forward-DNS  -->  66.249.66.1

Stimmen beide Richtungen überein, stammt die Anfrage von Google (Beispielwerte, nicht live geprüft).

Häufige Fehler

  • Nur den User-Agent prüfen. Der User-Agent lässt sich fälschen. Google beschreibt die Überprüfung, weil sich Dritte als Google ausgeben können.
  • Nur Reverse-DNS abfragen. Die Anleitung von Google verlangt zusätzlich einen Forward-DNS-Abruf auf den gefundenen Hostnamen, dessen Ergebnis mit der ursprünglichen IP übereinstimmen muss.
  • Nur googlebot.com akzeptieren. Je nach Art des Google-Abrufs endet der Hostname laut Dokumentation auf googlebot.com, google.com oder googleusercontent.com.
  • IP-Adressen in Logs ohne Blick auf den Datenschutz speichern. IP-Adressen können personenbezogene Daten sein (EuGH, Urteil vom 19.10.2016, C-582/14, Breyer). Keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Hat jedes Gerät eine eigene IP-Adresse? Geräte in einem lokalen Netz haben private Adressen, nach außen tritt oft nur eine gemeinsame öffentliche Adresse auf.

Quellen

  1. IP-Adresse – Wikipedia (de)de.wikipedia.org
  2. Googlebot und andere Google-Crawler verifizieren – Google Search Centraldevelopers.google.com
  3. IP-Adresse – Kaspersky Ressourcenkaspersky.de
  4. RFC 8200 Internet Protocol, Version 6 (IPv6) Specification – IETFrfc-editor.org
  5. Urteil des EuGH vom 19.10.2016, C-582/14 (Breyer)eur-lex.europa.eu

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