x-default ist ein reservierter Wert im hreflang-Attribut. Er markiert die Version einer Seite, die für Nutzer gedacht ist, zu deren Sprache oder Region keine andere Variante passt. Oft ist das eine Sprachwahlseite oder die Standardsprache.
Wie funktioniert x-default?
Google beschreibt x-default als Fallback für Nutzer, deren Spracheinstellungen zu keiner der angegebenen Varianten passen, und nennt als typischen Fall eine Sprachwahlseite. Der Wert wird wie jeder andere hreflang-Eintrag gesetzt, im HTML-Head, im HTTP-Header oder in der XML-Sitemap. Er benötigt keinen Sprach- oder Ländercode.
Wie bei den übrigen hreflang-Einträgen gilt: Die Seiten müssen sich gegenseitig referenzieren. Zeigt eine Seite auf die x-default-Variante, muss diese zurückverweisen, sonst werden die Angaben laut Google ignoriert.
Eine URL kann x-default zusätzlich zu einem Sprachcode tragen, etwa die englische Seite als en und als x-default. John Mueller von Google bestätigte das 2016 auf der SMX München und 2017 auf Twitter, wie ein Beitrag von searchVIU (2018) festhält. Die Google-Dokumentation beschreibt diesen Fall nicht ausdrücklich.
Beispiel
<link rel="alternate" hreflang="de" href="https://example.com/de/" />
<link rel="alternate" hreflang="en" href="https://example.com/en/" />
<link rel="alternate" hreflang="x-default" href="https://example.com/" />
Die Startseite example.com bietet in diesem Beispiel die Sprachauswahl an. Nutzer mit anderen Sprachen landen dort.
Häufige Fragen
Ist x-default Pflicht? Nein, er ist ergänzend. Er hilft aber, wenn Besucher mit nicht abgedeckten Sprachen auf eine sinnvolle Seite gelangen sollen.
Mehr dazu im searchVIU-Blog
Quellen
- Tell Google about localized versions of your page – Google Search Centraldevelopers.google.com
- x-default hreflang for international pages – Google Search Central Blog (04/2013)developers.google.com
- Können mehrere hreflang-Tags auf eine URL verweisen? John Mueller von Google sagt JA. – searchVIU-Blog (2018)searchviu.com
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