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Grundlagen & Formate

RDF (Resource Description Framework)

Auch genannt: Resource Description Framework

RDF (Resource Description Framework) ist ein Datenmodell des W3C, das Informationen als Aussagen aus Subjekt, Prädikat und Objekt beschreibt, sogenannte Tripel. In der Suchmaschinenoptimierung steckt RDF hinter den Formaten RDFa und JSON-LD, mit denen strukturierte Daten nach schema.org ausgezeichnet werden.

Wie funktioniert RDF?

Jede Aussage verbindet zwei Dinge über eine Beziehung. Ressourcen und Beziehungen werden mit IRIs benannt, also weltweit eindeutigen Adressen. Das Objekt ist eine weitere IRI oder ein Wert wie Text, Zahl oder Datum. Viele Tripel zusammen ergeben einen gerichteten Graphen. Daten aus verschiedenen Quellen lassen sich so zusammenführen, auch wenn ihre Schemata abweichen.

Die aktuelle Empfehlung ist RDF 1.1 vom 25. Februar 2014. Version 1.2 ist in Arbeit und ergänzt unter anderem Tripel, die als Objekt in einem anderen Tripel stehen.

Entitäten und Beziehungen in einem Knowledge GraphFiktives Beispiel mit vier Entitäten: die Organisation Beispiel GmbH, die Person Erika Mustermann, der Ort Musterstadt und das Produkt Beispiel-App. Kanten verbinden sie mit schema.org-Eigenschaften: founder führt von der Organisation zur Person, location zum Ort, manufacturer vom Produkt zur Organisation. Über sameAs verweist die Organisation auf ihren Wikidata-Eintrag und ihren Wikipedia-Artikel. Rechts steht ein Knowledge Panel, das Google aus solchen Daten automatisch erzeugt.foundermanufacturerlocationsameAsWikidata-EintragWikipedia-ArtikelPersonErika MustermannProductBeispiel-AppOrganizationBeispiel GmbHPlaceMusterstadtautomatisch erzeugtKnowledge PanelBeispiel GmbHUnternehmenSitz: MusterstadtGründerin: Erika MustermannProdukt: Beispiel-AppJede Kante ist eine Aussage aus Subjekt, Prädikat und Objekt (RDF-Tripel),z. B. Beispiel GmbH · location · Musterstadt. Alle Namen sind fiktiv.
Ein Knowledge Graph beschreibt Entitäten wie Personen, Orte, Organisationen und Dinge und verbindet sie über benannte Beziehungen. sameAs verweist auf Seiten, die eine Entität eindeutig identifizieren. Knowledge Panels erzeugt Google automatisch. Fiktives Beispiel, Googles interne Speicherung ist nicht öffentlich. Quellen: Google for Developers: Knowledge Graph Search API; schema.org: sameAs; Google-Hilfe: Über Knowledge Panels; W3C: RDF 1.1 Concepts and Abstract Syntax (Tripel).

Was hat RDF mit SEO zu tun?

Google unterstützt für strukturierte Daten JSON-LD, Mikrodaten und RDFa und empfiehlt JSON-LD. Die W3C-Spezifikation beschreibt JSON-LD als konkrete RDF-Syntax. Das Datenmodell von schema.org ist laut schema.org von RDF Schema abgeleitet.

Beispiel

Eine einzelne Aussage in der Syntax Turtle:

TURTLE
<https://example.com/#firma> <https://schema.org/name> "Beispiel GmbH" .

Subjekt ist die Firma, Prädikat die Eigenschaft name aus schema.org, Objekt der Text „Beispiel GmbH“.

Häufige Fragen

Wofür steht RDF? Für Resource Description Framework. Im Web-Kontext ist fast immer dieses W3C-Datenmodell gemeint.

Quellen

  1. RDF – Semantic Web Standards, W3Cw3.org
  2. RDF 1.1 Concepts and Abstract Syntax – W3C Recommendation, 25.02.2014w3.org
  3. RDF 1.2 Concepts and Abstract Data Model – W3C Candidate Recommendation Snapshot, 07.04.2026 (abgerufene Fassung)w3.org
  4. JSON-LD 1.1 – W3C Recommendationw3.org
  5. Data Model – schema.orgschema.org
  6. Einführung in strukturierte Daten – Google Search Centraldevelopers.google.com

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