RDF (Resource Description Framework) ist ein Datenmodell des W3C, das Informationen als Aussagen aus Subjekt, Prädikat und Objekt beschreibt, sogenannte Tripel. In der Suchmaschinenoptimierung steckt RDF hinter den Formaten RDFa und JSON-LD, mit denen strukturierte Daten nach schema.org ausgezeichnet werden.
Wie funktioniert RDF?
Jede Aussage verbindet zwei Dinge über eine Beziehung. Ressourcen und Beziehungen werden mit IRIs benannt, also weltweit eindeutigen Adressen. Das Objekt ist eine weitere IRI oder ein Wert wie Text, Zahl oder Datum. Viele Tripel zusammen ergeben einen gerichteten Graphen. Daten aus verschiedenen Quellen lassen sich so zusammenführen, auch wenn ihre Schemata abweichen.
Die aktuelle Empfehlung ist RDF 1.1 vom 25. Februar 2014. Version 1.2 ist in Arbeit und ergänzt unter anderem Tripel, die als Objekt in einem anderen Tripel stehen.
Was hat RDF mit SEO zu tun?
Google unterstützt für strukturierte Daten JSON-LD, Mikrodaten und RDFa und empfiehlt JSON-LD. Die W3C-Spezifikation beschreibt JSON-LD als konkrete RDF-Syntax. Das Datenmodell von schema.org ist laut schema.org von RDF Schema abgeleitet.
Beispiel
Eine einzelne Aussage in der Syntax Turtle:
<https://example.com/#firma> <https://schema.org/name> "Beispiel GmbH" .
Subjekt ist die Firma, Prädikat die Eigenschaft name aus schema.org, Objekt der Text „Beispiel GmbH“.
Häufige Fragen
Wofür steht RDF? Für Resource Description Framework. Im Web-Kontext ist fast immer dieses W3C-Datenmodell gemeint.
Quellen
- RDF – Semantic Web Standards, W3Cw3.org
- RDF 1.1 Concepts and Abstract Syntax – W3C Recommendation, 25.02.2014w3.org
- RDF 1.2 Concepts and Abstract Data Model – W3C Candidate Recommendation Snapshot, 07.04.2026 (abgerufene Fassung)w3.org
- JSON-LD 1.1 – W3C Recommendationw3.org
- Data Model – schema.orgschema.org
- Einführung in strukturierte Daten – Google Search Centraldevelopers.google.com
Stand: