Strukturierte Daten sind im SEO maschinenlesbare Angaben im Quellcode einer Seite, die beschreiben, was auf der Seite steht, zum Beispiel ein Produkt mit Preis, ein Rezept oder eine Veranstaltung. Suchmaschinen nutzen sie, um Inhalte einzuordnen und manche Suchergebnisse mit Zusatzinformationen als Rich Results anzuzeigen.
Auf einen Blick
- Format
- JSON-LD (empfohlen), Mikrodaten, RDFa
- Ort
- im HTML der Seite, die das Markup beschreibt
- Vokabular
- schema.org
- Rich Result
- möglich, nicht garantiert
- Testen mit
- Rich-Results-Test, Schema Markup Validator
Stand:
Wie funktionieren strukturierte Daten?
Die Begriffe stammen meist aus dem Vokabular von schema.org. Das Projekt wurde von Google, Microsoft, Yahoo und Yandex ins Leben gerufen, seit 2015 läuft die Weiterentwicklung über eine Community Group beim W3C.
Google unterstützt drei Formate und empfiehlt JSON-LD:
- JSON-LD: ein eigener Skriptblock, getrennt vom sichtbaren HTML
- Mikrodaten: Attribute direkt an den HTML-Elementen
- RDFa: ebenfalls Attribute im HTML, aus dem Umfeld des Semantic Web
Für Googles Suchfunktionen ist laut Google die eigene Dokumentation maßgeblich, nicht schema.org. Viele schema.org-Typen haben in der Google Suche keine sichtbare Auswirkung.
| Format | Wo steht das Markup? | Bezug zum sichtbaren Inhalt | Einordnung durch Google |
|---|---|---|---|
| JSON-LD | in einem <script type="application/ im <head> oder <body> | getrennt vom sichtbaren Text; verschachtelte Angaben lassen sich leicht ausdrücken | empfohlen, weil am einfachsten umzusetzen und im großen Umfang zu pflegen, weniger anfällig für Fehler; auch per JavaScript eingefügt lesbar |
| Microdata | als Attribute an HTML-Elementen, meist im <body>, auch im <head> möglich | im HTML-Inhalt verschachtelt | unterstützt; für Google gleichwertig, wenn das Markup gültig und nach Doku umgesetzt ist |
| RDFa | als Attribute an HTML-Elementen, im <head> und <body> | Attribute an Elementen mit sichtbarem Inhalt | unterstützt; für Google gleichwertig, wenn das Markup gültig und nach Doku umgesetzt ist |
Alle drei Formate sind Schreibweisen für dasselbe Vokabular: Die Typen und Eigenschaften von schema.org lassen sich laut schema.org mit Microdata, RDFa und JSON-LD auszeichnen. Google unterstützt alle drei, sofern die Doku für einen Ergebnistyp nichts anderes angibt. Google empfiehlt JSON-LD, nennt alle drei Formate aber gleichwertig, solange das Markup gültig ist. Quellen: Google Search Central: Introduction to structured data markup in Google Search (last updated 2025-12-10); schema.org: Data model. Stand: .
Regeln von Google
Das Markup muss Inhalte beschreiben, die Nutzer auf der Seite auch sehen. Korrektes Markup garantiert kein Rich Result. Verstößt Markup gegen die Richtlinien, kann eine manuelle Maßnahme folgen. Die Seite ist dann nicht mehr für Rich Results berechtigt, ihr normales Ranking bleibt laut Google davon unberührt.
Beispiel
Ein Produkt in JSON-LD:
<script type="application/ld+json">
{
"@context": "https://schema.org",
"@type": "Product",
"name": "Lastenrad Longtail 20",
"image": "https://www.example.com/bilder/longtail-20.jpg",
"offers": {
"@type": "Offer",
"price": "2499.00",
"priceCurrency": "EUR",
"availability": "https://schema.org/InStock"
}
}
</script>
Welche Rich Results zeigt Google noch?
Google hat die Zahl der unterstützten Typen in den letzten Jahren verringert:
- HowTo: seit September 2023 nicht mehr in den Suchergebnissen
- Mehrere Nischentypen, etwa Kursinfos, geschätztes Gehalt, Lernvideos, besondere Ankündigungen und Fahrzeugangebote: im Juni 2025 abgekündigt
- FAQ: seit dem 7. Mai 2026 nicht mehr in den Suchergebnissen, die Dokumentation wurde im Juni 2026 entfernt
Aktuell sind Typen wie Artikel, Navigationspfad, Produkt, Rezept, Rezensions-Snippet, Veranstaltung, Stellenausschreibung, lokales Unternehmen und Video in Googles Galerie aufgeführt. Ältere Anleitungen, die FAQ-Markup für Rich Results empfehlen, sind damit überholt.
Häufige Fehler
Alle Punkte stammen aus Googles allgemeinen Richtlinien für strukturierte Daten.
- Unsichtbare Inhalte auszeichnen. Markup darf nur Inhalte beschreiben, die Leser auf der Seite sehen.
- Pflichtangaben fehlen. Fehlen Eigenschaften, die Google für einen Rich-Result-Typ als erforderlich angibt, ist das Element nicht für Rich Results berechtigt.
- Seiten mit Markup sperren. Seiten mit strukturierten Daten dürfen für den Googlebot weder per robots.txt noch per
noindexoder anderer Zugriffskontrolle gesperrt sein. - Veraltete Angaben. Für zeitgebundene Inhalte, die nicht mehr aktuell sind, zeigt Google kein Rich Result.
- Irreführendes Markup. Gefälschte Bewertungen oder Angaben ohne Bezug zum Seiteninhalt verstoßen gegen die Richtlinien und können eine manuelle Maßnahme auslösen.
Häufige Fragen
Wie kann ich strukturierte Daten überprüfen? Mit dem Rich-Results-Test von Google, der zeigt, für welche Google-Funktionen eine Seite berechtigt ist. Der Schema Markup Validator auf validator.schema.org prüft Markup unabhängig von Google gegen das schema.org-Vokabular. In der Search Console gibt es zudem Berichte je Rich-Result-Typ.
Was ist der Unterschied zwischen strukturierten und unstrukturierten Daten? In der Datenverarbeitung meint „strukturiert“ Daten in festen Feldern, etwa Tabellen oder Datenbanken, „unstrukturiert“ dagegen freien Text, Bilder oder Audio. Im SEO bezeichnet „strukturierte Daten“ speziell das Markup, das Seiteninhalte für Suchmaschinen beschreibt.
Mehr dazu im searchVIU-Blog
Quellen
- Einführung in das Markup für strukturierte Daten in der Google Suche – Google Search Centraldevelopers.google.com
- Allgemeine Richtlinien für strukturierte Daten – Google Search Centraldevelopers.google.com
- Galerie der strukturierten Daten – Google Search Central (Stand 15.06.2026)developers.google.com
- Änderungen an der Dokumentation (FAQ 05/06 2026, HowTo 09/2023, Abkündigungen 06/2025) – Google Search Centraldevelopers.google.com
- About Schema.orgschema.org
- Schema Markup Validatorvalidator.schema.org
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